Die Hölle. 34. Gesang. |
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| 154 "Der Höllenfürst entfaltet seine Fahnen jetzt gegen uns." Diese Worte aus einem Hymnus leiten den 34. Gesang ein. Jetzt wird die Erscheinung des Dis, des Lucifers, d.h. vulgo des Teufels beschrieben. Er ist von riesiger Größe, und hat drei Gesichter, eins roth, eins weißgelb, eins schwarz. Die Kommentatoren legen es so aus: Damals waren nur drei Welttheile bekannt, Europa, wo röthliche Hautfarbe, Asien wo gelbliche, Afrika wo schwarze herrscht. Je ein Gesicht von der Art der Bewohner dieser Länder schaut nach jenen Welttheilen. Seine Flügel sind so groß wie Segel, und ihr Wehen erzeugt den kalten Wind, welcher den Cocytus vereist hat. Aus seinen drei Rachen hängen drei Verbrecher heraus, Judas, der Christus verrieth, Brutus, welcher den Caesar umbrachte, und Cassius sein Mitschuldiger. Diese waren also die Schlechtesten in den (155) Augen des Dante. Ueber den Judas sind wohl alle einig, allein die beiden andern sieht Keiner ohne die größte Bewunderung an dieser Stelle. Der, dem der eine Kränze flicht, den setzt der andere in den Abgrund der Hölle! aber Dante ist consequent. Das römische Kaiserthum ist ihm etwas Göttliches und Cäsar war Kaiser, der Verrath ist ihm der höchste Gräuel, und Brutus und Cassius verriethen ihren Wohlthäter, den Cäsar. Schwierig ist es nun sich die Oertlichkeit vorzustellen. Dazu ist es nöthig der Sage zu gedenken, Lucifer sei bei seinem Sturz gerade auf den Berg Golgatha gefallen, eine sinnige Hindeutung auf die Erlösung, ein Trost für die Menschheit, denn dort wo Lucifer gleichsam die Hölle öffnete, dort sollte Christus den Himmel wieder aufschließen. Er stürzte mit solcher Wucht, daß er mit dem Haupt voran noch bis zum Mittelpunkt der Erde drang. Die Masse, welche, um ihm Raum zu geben, fortgedrängt wurde, stieg an der anderen Seite empor und bildete den Berg des Purgatoriums. So kommen also die Wanderer, welche vom Berg des Heiles, dem schönen Hügel des Lichtes fortgedrängt, in die Tiefe steigen, zuerst an Lucifers Haupt. Sie arbeiten sich an seiner eigenen Gestalt wieder herauf und erreichen zuletzt durch dunkle Gänge die Oberfläche wieder. Das Räthsel mit diesem Berge, von dem wir schon im ersten Gesang sprachen, tritt jetzt wieder an uns heran. Der Berg des Purgatoriums kann es nach dem eben Gehörten nicht sein, da die Wanderer ja an der entgegengesetzten Seite herauskommen; so könnte denn eher ein Berg bei Jerusalem, etwa Golgatha oder der Oelberg gemeint sein. Zum Verständniß des Einzelnen muß man noch auf die Stelle aufmerksam machen, wo der Dichter sagt, er sei beim Anblick all' dieser Schrecken nicht todt und nicht lebendig gewesen, womit er wohl nur den gelähmten, aber nicht bewußtlosen Zustand eines zum Tod Erschrockenen bezeichnen will. Alles Weh soll vom Lucifer herzuschreiben sein, weil er, wenn er in der That so schön war, als er jetzt häßlich ist, den scheußlichsten Undank an Gott, welcher ihn so herrlich begabte, geübt hat, und durch seinen Vorgang die ganze Menschheit verderbte. Die Giudecca, welche im Gespräch der Dichter genannt wird, ist ein Platz bei Venedig, und nimmt Dante an, daß er sich beim Austritt aus dem Höllenschlund gerade auf der entgegengesetzten Stelle der Erdoberfläche befinde. |
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| 1 | "Des Höllenkönigs Banner, weit entfaltet, |
| Wehn uns entgegen", sprach Virgil, "o schau, | |
| Erkennst du, was so wunderlich gestaltet?" | |
| 4 | Ich blickte hin und sah 'nen Riesenbau, |
| Wie oft mir sonst 'ne Mühle windgetrieben156 | |
| Erschienen auf dem Feld im Abendgrau, | |
| 7 | Die riesig wuchs, umhüllt vom Dunst, dem trüben. |
Von dort blies so der Sturm her, daß geschwind |
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Ich hinter'm Meister mich verbarg, dem lieben, |
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| 10 | Denn Höhlen gab's zum Schutz nicht vor dem Wind. - |
Hier ist der Ort, den ich zu schildern zage, |
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Hier, wo im Eise ganz die Schatten sind; |
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| 13 | Durchschimmern sah' ich sie in jeder Lage, |
Aufrecht, kopfüber, rücklings, gradgestreckt, |
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Gekrümmt dem Bogen gleich! o welche Plage! |
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| 16 | Wie'n Halm im Glas, im Eis ein Jeder steckt. |
Wir schritten vor und bald gefiel's dem Weisen |
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Zu zeigen mir, was er bisher verdeckt; |
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| 19 | Er trat zurück, um Jenen mir zu weisen, |
Deß Antlitz schön einst war wie's Morgenroth; |
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"Das ist der Dis, sprach er, den wir umkreisen, |
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| 22 | Bewaffne dich mit Muth, Kraft thut hier Noth." |
Fragt nicht, wie da mir ward! ach wiedergeben |
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Kann ich's mit Worten nicht! ich blieb nicht todt, |
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| 25 | Und konnt' bei solchem Anblick doch nicht leben! |
Gestorben war ich, und lebendig doch, |
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So blieb ich ohne Tod und ohne Leben. |
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| 28 | Des Schmerzensreiches Kaiser ragte hoch |
Bis an die halbe Brust aus harten Schollen! |
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Viel eh'r vergleicht man mich 'nem Riesen noch, |
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| 31 | Als Riesen seinem Arm, dem unheilvollen. |
Nun schließ vom Theil auf's Ganze! War so schön |
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Er einst, wie häßlich jetzt, und konnt doch grollen |
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| 34 | Dem Schöpfer, der so viel ihm gab, so sehn |
Mit Recht in ihm den Grund wir aller Leiden. |
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An seinem Haupt, von dem die Stürme weh'n, |
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| 37 | Konnt drei Gesichter, weh, ich unterscheiden; |
Verwachsen sind sie auf dem Schädel dicht, |
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Um tiefer unten sich in drei zu scheiden, |
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| 40 | So daß die eine Form in drei zerbricht; |
Auf jeder Schulter eins, eins in der Mitte, |
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Dies röthlich, gelb das zweite Angesicht, |
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| 43 | Den Sklaven aus dem Nilthal gleich das dritte. |
Und unter jedem Antlitz wuchs heraus 157 |
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Ein Flügelpaar von sonderbarem Schnitte, |
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| 46 | Der Federn baar, gleich dem der Fledermaus, |
Groß, wie's für solchen Vogel paßt; von diesen |
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Gehn, da er stets sie regt, drei Winde aus; |
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| 49 | Sobald sie über den Cocytus bliesen, |
Fror zu der Fluß und thaute auf nicht mehr. |
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An Umfang gleicht den Flügeln dieses Riesen |
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| 52 | Kein Segel, je entfaltet auf dem Meer. |
Ich sah ihn aus sechs Augen Thränen weinen, |
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Und blut'gen Schaum speit aus drei Rachen er. |
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| 55 | In jedem Schlund hält er der Sünder einen, |
Den, wie die Breche Hanf knickt, er zerbeißt. |
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So leiden drei zugleich dieselben Peinen. |
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| 58 | Doch den, den mit den Klau'n er auch zerreißt, |
Der mit dem Kopf' im Schlund steckt, mit den Füßen |
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Nach Außen um sich schlägt, quält er zumeist, |
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| 61 | "Sieht Judas!", sprach Virgil, "den Schädel spießen |
Ihm Satan's Hau'r! Von Jenen, hart bedrängt, |
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Die mit dem Kopf nach unten grausam büßen, |
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| 64 | Ist Brutus, der, der mit den Füßen hängt |
Im schwarzen Maul. Wie unter Satans Zähnen |
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Er sich auch windet, wie er sich verrenkt, |
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| 67 | Doch hörst nicht einmal du den Römer stöhnen. |
Der, der dort steckt in jenem andern Schlund |
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Ist Cassius, starkgegliedert, fest die Sehnen. |
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| 70 | Doch jetzt kehrt schon die Nacht zurück und kund |
Ward Alles dir, nun geht die Fahrt zu Ende." |
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Auf seinen Wink schlang ich die Arme rund |
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| 73 | Ihm um den Nacken jetzt, und er behende |
Ersieht die Zeit, und als die Ungestalt |
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Die Flügel hebt, greift er ihr an die Lende, |
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| 76 | Und in die dichten Haare festgekrallt, |
Auf eis'ger Kruste gleitet hin er schnelle; |
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Doch macht er auf der Flanke plötzlich Halt, |
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| 79 | Und dreht sich so, daß auf derselben Stelle |
Wo erst der Kopf war, jetzt die Füße sind. |
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Nun klimmt er auf und hängt am zott'gen Felle, |
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| 82 | Bergsteigern gleich, so daß vor Furcht fast blind |
Ich wähnt' es ging zurück zur Hölle wieder.158 |
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"Halt fest dich", keucht er, "denn nur so entrinnt |
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| 85 | Auf solcher Treppe, über Satansglieder |
Man all der Qual!" Jetzt durch 'nen Felsenriß |
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Kriecht er mit mir, und setzt am Rand mich nieder. |
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| 88 | Da blickt ich auf und meint von dort gewiß |
Den Teufel stehn zu sehn grad' wie da droben, |
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Doch umgekehrt, kopfüber, steht der Dis, |
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| 91 | Und streckt die Füße durch den Spalt nach oben. |
Unwissend Volk, du fühlst mir nach, wie sehr, |
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Ich staunte, da sich Alles so verschoben! |
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| 94 | Denn von dem Punkt, den auf dem Lucifer |
Wir eben kreuzten, hast du keine Kunde! |
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"Auf", rief Virgil "der Weg ist lang und schwer, |
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| 97 | Schon trat die Sonne in die dritte Stunde." |
Kein Aufgang zu Palästen, in der That |
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Nein, ein natürlich Kerkerloch im Schlunde |
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| 100 | Schien mir, der dunkel vor mir lag, der Pfad. |
"Eh ich entsteig dem Abgrund, mach o Lieber |
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Mich frei vom Wahn! wo blieb das Eis?" so bat |
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| 103 | Den Meister ich, "warum steht Dis kopfüber? |
Wie konnte seinen Lauf der Sonnenball |
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So schnell vollenden? ist der Tag vorüber?" |
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| 106 | "Jenseits des Mittelpunkts wähnst du im All |
Dich noch, und meinst zu weilen noch im Kreise, |
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Wo ich in's Fell dem Wurm griff, der beim Fall |
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| 109 | Die Welt durchbohrt; du warst es dort im Eise |
So lang hinab ich stieg; gekreuzt erst hast, |
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Als ich mich umgedreht", so sprach der Weise, |
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| 112 | "Den Punkt du, welcher anzieht jede Last, |
Nun bist du in der andern Hemisphäre, |
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Der Hälfte gegenüber, die da fast |
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| 115 | Von Land bedeckt nur, nicht wie hier vom Meere, |
Die unter ihrer Wölbung sternenklar |
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Den sterben sah, der einst nach Eurer Lehre |
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| 118 | Schuldlos gelebt, wie er geboren war. |
Wenn's Nacht dort wird, dann tagt's in dieser Breite. |
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Sieh grade der Giudecca stehst auf's Haar |
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| 121 | Du gegenüber jetzt! Der, dessen Seite |
Als Treppe uns gedient, steht wie er stand!159 |
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Hier fiel vom Himmel er im großen Streite; |
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| 124 | Da barg erschreckt sich in der See das Land, |
Das hier einst lag, und floh im Wellenschleier |
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Auf Euren Kreis, den's deckt von Rand zu Rand. |
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| 127 | Den Platz, wo durchschlug hier das Ungeheuer, |
Ließ frei die Erd, und quoll nach oben vor. |
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So blieb der Durchgang überm eis'gen Weiher. |
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| 130 | Ein Ort liegt drunten, der vom Dis empor |
So weit sich ausdehnt als die ganze Hölle, |
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Den nicht durch's Aug' man mißt, nein nur durch's Ohr! |
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| 133 | Denn hier mit mäß'gem Fall nur, nagt 'ne Quelle |
In vielgewund'nem Lauf sich durch's Gestein." |
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Zurückzukehren in die Welt, die helle, |
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| 136 | Trat mit Virgil ich in den Hohlweg ein; |
Wir zogen fort, bis durch ein Loch ich ferne |
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Den Schmuck des Himmels sah; beim gold'nen Schein |
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| 139 | Stieg ich hinaus, auf's Neu zu schau'n die Sterne. 19.01. 2007 |