Paradies. 8. Gesang. |
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| Venus, in welchen Stern der Dichter aufgenommen ist, wird in mythologischer und astronomischer Beziehung betrachtet. Indem der Aberglauben der Heiden, welche in diesem Gestirn die Quelle irdischer Liebe sahen, getadelt wir, hören wir den Namen Dione, welchen man bald der Mutter der Venus, bald ihr selbst gab, aussprechen, den der Dido, Königinn von Carthago, des Ascanius, ihres Sohnes und des Aeneas. Hier erinnern wir uns an die Sage, daß Venus den Amor mit dem Ascan die Gestalt tauschen ließ. Dido, welche bei der Erzählung des fremden Helden ihren eig'nen Sohn auf den Knieen zu halten meinte, hatte (364) statt dessen Amor an ihr Herz genommen, welcher so in ihr die Leidenschaft für den Aeneas, den Liebling der Göttin, entfachte. Eine zweite Sage hat eine astronomische Beziehung. Apollo, heißt es, konnte sich nie vom Anblick der Venus trennen, d.h. er beleuchtet sie immerdar, weshalb sie als Morgenstern und auch wiederum als Abendstern erscheint. Gesagt wird, der Funkentanz der Seelen begönne bei den Seraphim, welches sich auf die Bewegung des primo mobile, die oberste am schnellsten bewegte Sphäre, die Triebfeder des Weltalls und deren Leiter, die Seraphim sind, bezieht. Der übrige Theil des achten Capitels ist dem Carl Martell, welcher als ein schöner, liebenswerther Jüngling nach seinem Tode in diesen Stern versetzt worden, geweiht. Man darf ihn nicht mit dem berühmten Karolinger verwechseln. Er war der Sohn Carl II. von Anjou, Königs von Neapel. Mit großem Gefolge kam dieser junge Prinz nach Florenz, wo ihm viele Huldigungen dargebracht wurden. Ein Schriftsteller sagt von ihm: Er war ein Jügling von großen Anlagen, ein wahrer Sohn der Venus, weil liebevoll, lieblich und reizend, und in sich die fünf Dinge habend, die zur Liebe einladen, nämlich Gesundheit, Schönheit, Reichthum, Muße und Jugend. Die Reiche, welche ihm zufallen sollten, sind bezeichnet durch das Land zwischen Gaeta, Bari und Crotone, süditalische Städte, und durch die Flüsse Tronto und Verde; Ausoniens Horn bedeutet Apulien; ferner sollte ihm zufallen die Provence, bezeichnet durch den Rhone und seinen Nebenfluß die Sorgue, das Königsreich Ungarn und Trinakria, Sicilien, mit seiner von den Bergen Passaro und Peloro begrenzten Bucht, in welcher der Ostwind, Eurus, stürmt, und die der Aetna krönt. Hier widerspricht Dante der antiken Vorstellung, als wälze dort der Titane Tipheus Riesenlasten, sondern versucht eine naturwissenschaftliche Erklärung. Er datirt das Erbrecht des jungen Carls theils von Carl von Anjou, theils durch seine Gemahlin Clemenza, von Rudolf von Habsburg her und spielt auf die Sicilianische Vesper an, das groß Blutbad, welches in Palermo seinen Anfang nahm und in Folge dessen alle nachkommen Carls von Anjou aus dem Lande flohen. Robert, Carl Martells Bruder, erhielt indeß später die Herrschaft zurück, und diesen warnt der Autor nun eindringlich vor der Habsucht, welche die Hauptursache jener Katastrophe gewesen sei. Dann folgen Betrachtungen über die Verschiedenheiten der Mitglieder einer Familie untereinander. Die Sterne verhindern es mit ihrem Einfluß, daß eine regelmäßige Vererbung eintritt, und diese Verschiedenheit macht allein das Bestehen eines Staates, wo Anlagen und Thätigkeiten jeder Art zusammenwirken müssen, möglich. Als Beispiele verschiedener Begabung sind genannt Solon, der griechische Gesetzgeber, Melchisedech, der jüdische Priester , Xerxes, der persische Kriegsfürst, Dädalus, der Hellene (365) welcher sich Wachsflügel verfertigte und den Sturz vom Himmel that, da sie an der Sonne zerschmolzen, Jacob und Esau, die verschiedenen Brüder. | |
| 1 | Geglaubt zum eignen Schaden hat die Welt, |
| Es strahle eitle Liebe aus Cythere, | |
| Indem sie hier den dritten Kreis erhellt. | |
| 4 | D'rum bauten einst die Völker ihr Altäre |
| Und manch' Gelübde wurde ihr gethan, | |
| Und nicht Dione nur genoß viel Ehre, | |
| 7 | Nein Amor, Venus Sohn auch, den im Wahn |
| Gesehn man haben wollte auf den Knien | |
| Der Dido, in der Bildung des Ascan. | |
| 10 | Dem Stern hier ward der Name einst verliehen |
| Der Göttinn, die ich im Beginn besang, | |
| Der Göttin, von der jemals abzuziehen | |
| 13 | Die Blicke nie dem Sonnengott gelang, |
| Der bald ihr kost den Nacken, bald die Brauen. | |
| Ich fühlt' es nicht, wie ich mich aufwärts schwang, | |
| 16 | Doch merkt ich, da die schönste aller Frauen |
| Noch schöner ward, ihr Glanz noch mal so groß, | |
| Daß wir erreicht den Stern. So wie zu schauen | |
| 19 | Besondere Funken sind im Flammenschooß, |
| Wie helle Stimmen Melodien schlingen | |
| Durch die Akkorde, die fast wandellos | |
| 22 | Festhalten and're beim Zusammensingen, |
So wallt hier Glanz im Glanz, strahlt Licht im Licht. |
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Mehr oder minder rasch sieht man sich schwingen |
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| 25 | Die Seelen, die ein inneres Gesicht |
Bald weckt, bald stillt. Den Blitz aus Wolkenspalten, |
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Den Sturm, der jedes Hinderniß zerbricht, |
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| 28 | Wie schnell sie sind, wird der für träg doch halten, |
Auf den je zuflog solch ein Funkenkranz; |
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Jetzt trennten plötzlich sich die Lichtgestalten, |
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| 31 | Da eingestellt der wunderbare Tanz, |
Der bei den Seraphim begonnen worden. |
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"Osanna!" tönte herrlich aus dem Glanz; |
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| 34 | Wer's hörte, sehnt sich stets nach den Akkorden. |
Und einer nahte uns und sprach: "Ihr freut |
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| Euch mit am Glück, das uns zu Theil geworden; | |
| 37 | D'rum sind wir Euch zu dienen auch bereit. |
Mit Engeln, die du also anriefst drüben: |
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"Ihr Mächte, die betrachtend allezeit, |
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| 40 | Ihr lenkt den dritten Kreis!" zieh'n wir, getrieben |
Von gleichem Durst wie Sie, auf gleichem Pfad. |
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Doch ruh'n ein wenig jetzt wir bei Euch Lieben!" |
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| 43 | Gern hätt' ich den befragt, der uns genaht, |
Doch Ehrfurcht hielt die Lippen mir geschlossen. |
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Mit Augen frug ich Beatrix um Rath; |
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| 46 | Da freundlich sie gewinkt, sprach ich entschlossen: |
"O Geist, wer bist du?" und im Augenblick |
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Sah ich ihn noch von höh'rem Glanz umflossen. |
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| 49 | Durch meine Bitte schien vermehrt sein Glück, |
Denn das Bewußtsein Freude zu gewähren |
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Strahlt Freude auch auf den, der giebt, zurück. |
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| 52 | "Nur kurz besaß die Welt mich, und es wären |
Der Uebel wen'ger, als vorhanden sind, |
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Hätt' ich", sprach er, "gelebt sie abzuwehren. |
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| 55 | Versteckt bin, gleich dem Thier, das selbst sich spinnt |
Sein seid'nes Haus, im Licht ich eig'ner Freude. |
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Auf Erden warst du liebreich mir gesinnt, |
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| 58 | Und hattest Grund dazu, denn wären Beide |
Vereint geblieben wir, dann hätt' ich mehr |
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| Als Blätter dir und als die Blüthenscheide | |
| 61 | Gezeigt am Baum der Freundschaft, nein vielmehr |
Noch Blum' und Frucht, dem treuen Sinn zum Lohne. |
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Mein harrte das Gebiet, durch das zum Meer, |
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| 64 | Die Sorgue mit sich führend, strömt der Rhone, |
Gern hätte es als Herrscher mich begrüßt. |
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Schon funkelte auf meiner Stirn die Krone |
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| 67 | Des Reiches, das die Donau breit durchfließt, |
Nachdem sie Abschied nahm vom deutschen Strande. |
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Ausoniens Horn, von dem sich Verd' ergießt, |
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| 70 | Und Tronto, und an dessen Felsenrande |
Sich Bari, Croton und Gaeta thürmt, |
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Hat mein geharrt als Herrscher dieser Lande. |
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| 73 | Trinacria, das da wo Euros stürmt, |
Hoch über jener schönsten aller Buchten |
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Die Passaro und die Peloro schirmt, |
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| 76 | Verdunkelt wird, und nicht weil Riesenwuchten |
Dort Tifeus wälzt, nein weil im Erdenkern |
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Sich Schwefel bildet, qualmend in den Schluchten, |
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| 79 | Trinacria empfing' auch heut noch gern |
Die Männer, die von Carl und Rudolph erben |
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Durch mich, hätt' Mißregierung fremder Herrn, |
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| 82 | Die stets mit ihren Folgen, mit den herben, |
Ein unterworf'nes Volk am schwersten trägt, |
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Den Ruf, "Tod, Tod, sie müssen Alle sterben!" |
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| 85 | Palermos Volk nicht in den Mund gelegt. |
Bedächt's mein Bruder, der zu Eu'rem Schaden |
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Ganz aus der Art großmüth'ger Ahnen schlägt, |
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| 88 | Dann flöh' der catalon'sche Geiz! Beladen |
Sollt' man sein Schiff nicht schwerer, denn ein Hauch |
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Macht's scheitern schon, nicht sammeln in die Laden |
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| 91 | Erpreßtes Gold, wie's seiner Diener Brauch." |
Und ich: "Dir strahlt dein Freudenlicht entgegen |
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Aus mir, wie'n Siegelbild! o gieb mir auch, |
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| 94 | Du, der mir Wonne gab, der Einsicht Segen; |
Wie fass' ich's, daß aus süßem Samen keimt |
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Ein bittres Kraut, wie kann zurecht ich's legen?" |
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| 97 | Und er: "Begreifts du Eins nur erst, dann reimt |
Sich Alles gleich, dann kehrst mit festen Blicken |
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Du nach dem Punkt dich hin, den du versäumt |
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| 100 | In's Aug' zu fassen, drehend ihm den Rücken. |
Die ew'ge Vorsicht, die dies Reich bewegt, |
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Und alle Sehnsucht wandelt in Entzücken, |
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| 103 | Hat in die Sterne ihre Kraft gelegt; |
Und diese wirkt nicht blind, nein uns zum Heile, |
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Da göttliche Vernunft ihr aufgeprägt. |
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| 103 | Sie trifft das Ziel , wie gut geschnellte Pfeile. |
Kann's anders sein? sonst brächt' ja diese Kraft |
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Ruinen nur hervor, zerfetzte Theile, |
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| 109 | Kein Kunstwerk mehr; ja dann wär'n mangelhaft |
Die Mächte, die das Firmament regieren, |
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Ja der selbst, der sie schuf, der Alles schafft. |
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| 112 | Soll den Beweis ich nun noch weiter führen?" |
Und ich: "Das Nöth'ge thut Natur, sie kann |
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Nie aus den Augen ihren Zweck verlieren." |
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| 115 | "Giebt's etwas Schlimmres", frug er, "für den Mann, |
Als wie nicht Bürger sein?" Und ich: "vonnöthen |
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Sind hier Beweise nicht ." Da hob er an: |
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| 118 | "Ein Staat entsteht durch das Zusammentreten |
Von Menschen, die an Thu'n und Stand nicht gleich. |
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Wär's anders, müßt Eu'r Meister ja erröthen, |
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| 121 | Der sagt: verschiedne Kraft nur formt ein Reich. |
Die eine Wurzel treibt, im Grund verloren, |
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Viel Sprossen, doch ist anders jeder Zweig. |
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| 124 | So ist's bei Menschen auch. Der wird geboren |
Zum Solon, der Melchisedech zu sein, |
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Der Xerxes, der gleicht jenem klugen Thoren, |
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| 127 | Dem Flügelbildner, formend Wachs und Stein. |
Die Sterne, die den Stoff der Menschheit prägen, |
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Wie'n Petschaft Zeichen drückt in's Wachs hinein, |
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| 130 | Sehn allzeit treu wir ihres Amtes pflegen; |
Doch spenden ohne Ansehn des Geschlechts |
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Sie Gaben aus, nicht erblich ist ihr Segen. |
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| 133 | Esau, der sich begab des ersten Rechts, |
War Jacobs Bruder, den Quirinus schrieben |
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Dem Mars die Leute zu, weil er des Knechts, |
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| 136 | Des niedern, Sohn. Ja an Talent und Trieben |
Wär'n, wenn's allein bestimmte die Natur, |
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Erzeuger und Erzeugte gleich geblieben |
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| 139 | Und würden's bleiben; durch die Sterne nur |
Tritt die Verwandlung ein. Nie kann gedeihen |
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Der Saame, paßt ihm Klima nicht und Flur. |
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| 142 | So würd' die Welt sich bess'rer Menschen freuen, |
Wenn jeder ständ' am Platz, der für ihn paßt; |
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Doch reißt Ihr den, der schon empfing die Weihen, |
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| 145 | In's Weltgewühl, den, der das Schwert schon faßt, |
In's Kloster, und dem Pred'ger, dem Gelehrten |
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Drückt Ihr aufs Haupt der Krone schwere Last! |
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| 148 | Drum gehn vom Wege abseits Eure Fährten!" 01.01.07 |