Paradies. 10. Gesang. |
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| Die astronomische Auseinandersetzung in diesem Capitel, wo die Sonne den Dichter aufgenommen hat, entspricht dem Ptolomäi'schen System. Nach diesem bewegt die Sonne sich in Schraubenlinien vorwärts. Da sie jetzt gerade im Frühlingspunkte (374) steht, erscheint sie an jedem Tage früher, als am vorhergehenden. Mit Recht heißt sie die erste Dienerin oder der Minister der Natur, da sie die Zeit verkündet und Alles anordnet und regelt. Die Engelsonne aber bedeutet Gott selbst. Die Tochter der Latone bezeichnet den Mond, die Prachtjuwelen deuten auf die Seligen hin, die nicht außer Landes d. h. vom Paradies auf die Erden zurückgeführt werden können, damit wir sie staunend betrachten, wie man damals wohl schon wirkliche Edelsteine zur Ansicht von Indien nach Europa sandte. Die Sonne ist der Aufenthaltsort der Kirchenlehrer. Wir finden dortzumeist die Schüler des h. Dominicus, Thomas von Aquin, den Meister der sogenannten scholastischen Philosophie, durch alle Jahrhunderte hindurch maßgebend in der katholischen Kirche, Albert von Cöln, eine Fundgrube der Gelehrsamkeit, Gratian, berühmter Lehrer des canonischen Rechts, und Petrus Lombardus, Bischof von Paris, von welchem einige originelle und rührende Züge der Demuth aufbehalten sind. Als seine Mutter, eine Bäurin, ihn in Paris zu besuchen kam, hatte sie sich in reiche Gewänder gehüllt. Dies verdroß ihn so sehr, daß er erklärte, sie nicht eher empfangen zu wollen, bis sie in ihrer alten Tracht erscheinen würde. Als sie die Bauernkleider wieder angelegt hatte, nahm er sie liebreich auf. In der Vorrede seines Werkes, in der er dasselbe der Kirche widmete, heißt es unter anderm: "weil wir wünschen, etwas von unserer Geringfügigkeit mit dem armen Weiblein in den Schatzkasten des Herrn zu werfen", worauf sich Dante bezieht. Dann erscheint ein großes Licht, in welchem die Commentatoren den Salomo vermuthen, ferner Dyonisius Areopagita, welcher von Paulus bekehrt, das berühmte Buch über die Hierarchie der Engel schrieb, Paul Orosius, weniger bedeutend, weshalb er ein kleineres Licht heißt, und Severinus Boëthius, Senator zu den Zeiten Theodorichs, welcher im Kerker sein Buch vom Trost der Philosophie schrieb und dessen Grab in Cield'auro, einer Kirche in Pavia, gezeigt wird. Dann tritt noch Isidor, Bischof von Sevilla auf, durch den Spanien zum großen Theil vom Arianismus zur katholischen Lehre bekehrt wurde, und Beda, genannt der Ehrwürdige, Mönch zu Jarrow in England, von dem man eine schöne Legende erzählt. Da er im Alter erblindete, ließ er sich von einem Führer durch's Land geleiten um zu predigen. Dieser wollte ihm einst einer bösen Streich spielen und ihn lächerlich machen. Deshalb führte er ihn in ein einsames Thal, dessen Boden ganz mit Steinen bedeckt war, und sagte ihm: "hier sind Viele, nun predige!" Als Beda eine herrliche Predigt gehalten und mit den Worten per omnia secula seculorum schloß, antworteten die Steine "Amen." Den Reigen schließen Richard von St. Victor, welcher ein Buch über die Dreieinigkeit verfaßte, und Siger von Brabandt, welcher in Paris in der Halmenstraße, so genannt, weil da Fourage für die Pferde verkauft wurde, theologische Vorlesungen hielt. Am Schluß wird von der Braut, dem Bräutigam und ihrem Morgengruß gesprochen, welches die Kirche, Christus und die Morgenmette bedeutet. Wenn vom getheilten Liebesstrom die Rede ist, so bezieht sich das auf Gott und Beatrice, und wenn es heißt, Stumme sollen Nachricht bringen, so will der Autor damit sagen, man soll nicht Unmögliches verlangen. Merkwürdig ist Dantes Vertrauen, er werde nach seinem leiblichen Tode wieder in's Paradies eingehen, was aus dem Satz erhellt: "den Pfad von hier steigt Keiner herab, dem's nicht bestimmt ist, zum zweitenmale hinaufzusteigen." |
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| 1 | Gott, der den Sohn mit jener Lieb' betrachtet, |
| Die ausgehaucht von Beiden wird als Geist, | |
| Erschuf die Welt so schön, daß, wer's beachtet, | |
| 4 | Nicht nur das Werk, nein, auch den Schöpfer preist. |
| Richt' denn den Blick im All', dem grenzenlosen, | |
| Auf jenen Punkt, der wichtig ist zumeist', | |
| 7 | Weil dort der Bahnen zwei zusammenstoßen; |
| Und da beginne an der Harmonie | |
| Und Schönheit dich zu freu'n des Werks, des großen, | |
| 10 | Ein Werk, so lieb dem Meister, daß noch nie |
| Den Schöpferblick er von ihm abgezogen. | |
| O Leser, nach dem einen Punkte sieh, | |
| 13 | Von dem sich abzweigt der Ekliptik Bogen, |
| Denn dieser trägt die Herrscher der Natur, | |
| Trägt die Planeten. Wär nicht schief gezogen | |
| 16 | Die Linie, wich sie mehr, ein wenig nur, |
| Wich' minder von der graden ab, fing' oben | |
| Von anderm Punkt an diese Himmelsspur, | |
| 19 | So blieben unwirksam die Kräfte droben |
| Und unten hier läg' jede Kraft auch brach, | |
| Die Weltenordnung wäre aufgehoben. | |
| 22 | Nun bleib auf deiner Bank und denke nach |
Dem was ich vor dir kaute; selbst ernähre |
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Dich nun, damit nicht matt du wirst und schwach. |
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| 25 | Mir bleibt nicht Zeit, daß weiter ich belehre, |
Da mich beansprucht ganz mein Gegenstand. |
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Die erste Dien'rin der Natur, die hehre, |
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| 28 | Die theilt die Zeit mit Strahlen hell entbrannt, 376 |
Und aufprägt ihre Kraft, der Welt, der weiten, |
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Erschien am Punkt mir, den ich jüngst genannt. |
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| 31 | In den Spiralen sah ich vor sie schreiten, |
Wo jetzt uns täglich früher strahlt ihr Licht. |
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Schon flog zu ihr, an Beatricen's Seiten |
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| 34 | Ich auf, und merkt' doch mehr vom Steigen nicht, |
Als man von 'nem Gedanken weiß, noch ehe |
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Er selbst herein mit voller Klarheit bricht. |
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| 37 | Doch war bewußt sich wohl des Flugs zur Höhe |
Die Gute, denn es wuchs ihr Glorienschein; |
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Daran erkannt' auch ich die Sonnennähe. |
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| 40 | Wie glänzend müssen hier die Wesen sein, |
Die ab sich heben von dem gold'nen Schilde, |
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Und nicht durch Farben bunt, wie'n Edelstein, |
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| 43 | Vielmehr durch Leuchtkraft nur der Prachtgebilde. |
Kein Mensch beschreibt's, trotz Uebung und Geschick; |
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Doch glauben kann man's und im Erdgefilde |
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| 46 | Sich sehnen nach dem lang verheiß'nen Glück. |
Was Wunder, wenn nicht reicht zu solchen Höhen |
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Die Phantasie! wie könnte je ein Blick |
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| 49 | Noch höh'res Licht als wie die Sonne sehen. |
Des ew'gen Vaters vierte Dienerschaft |
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Staunt hier ihn an in seines Geistes Wehen, |
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| 52 | Ihn, der da haucht und zeugt und Alles schafft. |
Jetzt aber sprach die herrlichste der Frauen: |
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"Der Engelssonne dank', der Gotteskraft, |
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| 55 | Die dich emporhob solch' ein Glück zu schauen!" |
Kein Herz ergriff je solch' ein Liebesdrang, |
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Kein's gab dem Herrn sich hin mit mehr Vertrauen, |
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| 58 | Als meins, bei dieser Aufforderung zum Dank. |
Ja, ich vergaß fast Beatrix, die treue, |
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Die einnahm sonst bei mir den höchsten Rang. |
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| 61 | Doch schien's, als ob sie dies Vergessen freue; |
So wonnig ward ich von ihr angelacht, |
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Daß sich der Liebe Strom getheilt auf's Neue. |
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| 64 | Lebend'ge Blitze sah von höchster Pracht |
Ich aus sich selbst jetzt bilden eine Krone, |
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Zu deren Mittelpunkt sie uns gemacht. |
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| 67 | So gürtet sich die Tochter der Latone, 377 |
Wenn Dunst die Luft erfüllt und sie verdickt, |
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Wie uns umschloß der Kreis der Lichterzone. |
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| 70 | Und doch ist minder hier das Aug' entzückt, |
Als wie das Ohr vom Reigenklang der Seelen. |
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Am Hof des Himmels, von dem hochbeglückt |
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| 73 | Ich heimkehr', sah ich viele Prachtjuwelen, |
Doch läßt man sie nicht außer Landes geh'n, |
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Auch kann sie schildern ich Euch nicht, noch zählen! |
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| 76 | Wer sich nicht selber aufschwingt sie zu seh'n, |
Der hofft wohl, daß ihm Stumme Nachricht bringen! |
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Wie nahe Sterne um den Pol sich dreh'n, |
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| 79 | So zogen dreimal sie um uns die Schlingen; |
Dann hielten inne sie; so thun beim Tanz |
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Die Frau'n, wenn plötzlich neue Rhythmen klingen. |
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| 82 | Nicht lösen diese den lebend'gen Kranz, |
Nein, Hand in Hand steh'n still sie, bis ergründet |
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Ihr Ohr den neuen Ton. Jetzt sprach ein Glanz: |
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| 85 | "Da jener Gnadenstrahl, der Lieb' entzündet, |
Die liebend wächst, so mächtig in dir brennt, |
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Daß du den Pfad erklommst, der hier gemündet, |
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| 88 | Und den herabsteigt der nur, dem's vergönnt |
Hinauf zu steigen auch zum zweiten Male, |
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Und da dein Durst so heiß ist, o wer könnt |
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| 91 | Dir Wein versagen da aus seiner Schaale; |
Der's kann, der ist nicht frei; wenn frei, nicht mehr |
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Als Wasser frei ist, das nicht fließt zu Thale. |
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| 94 | Wo stammen, frügst du gern, die Blumen her |
Des Kranzes, welcher jetzt das Weib umschwirrte, |
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Das Kraft dir gab zum Aufstieg? Nun so hör': |
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| 97 | Ein Lamm der Heerde war ich, deren Hirte, |
Dominicus, sie führt durch Wiesengrün, |
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Wo der gedieh, der seitwärts ab nicht irrte. |
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| 100 | Rechts siehst von mir aus Cöln du Albert glüh'n, |
Der Bruder mir und Lehrer war zusammen, |
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Mich aber hieß man Thomas von Aquin. |
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| 103 | Willst wissen du, wer jene andern Flammen, |
So folg' nur mit den Augen meinem Wort, |
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Von Licht zu Licht. Die nächsten Strahlen stammen |
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| 106 | Vom Lächeln des Gratian; er war der Hort 378 |
Des Rechts, und weltlichem Gericht zum Frommen |
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Und geistlichen, that er auf Erden dort |
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| 109 | So viel, daß man's im Paradies vernommen. |
Durch Petrus, der der Kirche dargebracht |
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Sein Scherflein mit der Wittwe, ist entglommen |
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| 112 | Das vierte Licht; und in dem fünften lacht |
Der schönste Geist aus unserm ganzen Bunde; |
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Da Erdenlieb' ihn einst zu heiß entfacht, |
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| 115 | Wüßt' gern die Welt, ob seelig er zur Staunde. |
Wenn Wahrheit wahr ist, hat kein zweiter Geist |
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Durchschaut wie er die ganze Weltenrunde. |
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| 118 | Sieh den jetzt, der im Erdenthal zumeist |
Begrifffen von der Engel Amt und Ruhme. |
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Das Lichtlein, daß die Christenzeiten preist |
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| 121 | Im Gegensatz zum alten Heidenthume, |
Das, dessen Werke Augustin geschätzt, |
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Steht ihm zunächst. Wenn du von Blum' zu Blume |
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| 124 | Mir folgtest, bist du bei der achten jetzt, |
Und dürstest schon von dieser mehr zu wissen. |
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O, wie im Anschau'n sich der Geist ergötzt |
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| 127 | Am ew'gen Gut, er, der von Weltgenüssen |
Die Menschen abschreckt, die ihr Ohr ihm leih'n. |
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Der Leib, von dem man früh ihn losgerissen, |
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| 130 | Liegt in Cieldauro, doch er selbst ging ein |
Nach Qual und Tod zum Frieden, der nicht endet. |
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Sieh Isidors, sieh Beda's Freudenschein! |
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| 133 | Und Richard sieh, der Großes hat vollendet, |
An Einsicht mehr als Mensch. Die Flammenpracht, |
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Von der dein Aug' zurück zu mir sich wendet, |
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| 136 | Schließt einen Geist ein, der so ernst gedacht, |
Daß ihm der Tod zu lange ausgeblieben; |
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Mißfäll'ge Wahrheit hat bekannt gemacht |
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| 139 | Siggiero in der Halmengasse drüben. |
Jetzt, gleich der Spieluhr, wenn im Doppelschlag |
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Der Hammer fällt vom Räderwerk getrieben, |
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| 132 | Bei deren Ton die Braut, die schlummernd lag, |
Sich rasch erhebt den Bräutigam zu grüßen, |
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Der Uhr, die zu der Mette ruft vor Tag, |
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| 145 | Und mit dem Kling-Klang, froh uns macht, dem süßen, 379 |
So setzte in Bewegung sich der Kranz, |
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Musik, die da nur wo wir stets genießen |
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| 148 | So reizend klingt, erregend durch den Tanz." 23.12. 2006 |