Paradies. 16. Gesang. |
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| Dies Kapitel beginnt mit einer schönen Betrachtung über den Adel, welcher mit einem wärmenden und den Träger schmückenden Mantel verglichen wird. Die Zeit mit ihrer Scheere aber ist stets darauf bedacht ihn zu kürzen, und wird er nicht andrerseits angelängt und ausgebessert, so sieht man bald lächerlich darin aus; eine treffliche Mahnung zu den Verdiensten der Vorfahren eigene hinzuzufügen. Hier ist auch der Ort, uns daran zu erinnern, daß man in Italien damals fast nur Latein schrieb und es auch vielfach noch sprach. Bezug wird dabei auf die Mode genommen, besonders geehrte Personen mit Ihr anzureden, was eine mit dem Italienischen eingeführte Neuerung gewesen zu sein scheint. Ueber dies von Dante angewandte "Ihr" lächelte Beatrice, gleichsam warnend vor übertriebener Rücksichtname auf den hohen Stand des Cacciaguida, lächelte wie einst die Dame von Maillehaut hustete, um die Ginevra, welche den Lancelot küßte, zu warnen. Ginevra war die Gemahlin des König Artus von der Tafelrunde und Lancelot ein Ritter derselben. Die Beschreibung ihrer Liebe hatte Paolo und Francesca, welche wir in der Hölle trafen, in's Unglück gebracht. Mit der Zeitbestimmung, in welcher Cacciaguida lebte, hängt die Bemerkung über (402) den Stand des Mars im Sternbild des Löwen zusammen. Mars war auch im Alterthum der Schützer von Florenz, seine Statue prangte an hervorragender Stelle, bis sie dann im Mittelalter erst verstümmelt und dann herabgestürzt und geschmettert wurde. Das Christenthum stellte die Stadt unter die Obhut Johannes des Täufers und errichtete ihm eine Bildsäule. Ihm ist das berühmte Baptisterium geweiht, ihm wurden große Feste gefeiert und Pferderennen dabei gehalten. Wenn die Rosse ungefähr 5/6 ihres Weges vollendet hatten, kamen sie am Hause der Alghieris vorbei, das im alten Stadttheil, am Mercato Vecchio steht. Ein großer Werth wurde auf das reine Blut und die Abkunft von den Römern gelegt. Deßhalb Cacciaguidas Klagen, daß man die Bürger umliegender Städtchen, allerlei Volks und Gesindel in Florenz aufgenommen habe. Unmäßige Vergrößerung der Städte und Gemisch verschiedener Racen scheinen ihm die Ursache der Zwietracht. Es würde zu weit führen die Geschichte aller angeführten Geschlechter, die Lage der Orte, Schlösser und Flüsse hier wiederzugeben. Viel Gewicht wird auf die verschiedenen Wappen gelegt, am meisten auf das von Florenz selbst, weiße Lilien in rothen Felde. Der Streit zwischen den verschiedenen Parteien ward aber nach und nach so heftig, daß sie auch gegen äußere Feinde nicht unter demselben Zeichen zu Felde ziehen wollten, weßhalb denn ein Theil der Streiter die Farben änderte. Die Lilien erhielten nun die rothe, der Grund die weiße Färbung. Wenn die Florentiner überwunden worden waren, trugen ihr Besieger die Lilien umgekehrt auf der Schwertspitze. Der bedeutendste von den angeführten Großen ist ohne Zweifel Hugo, Markgraf von Toscana, der zur Zeit Kaiser Otto des III. in Florenz herrschte; er starb am Thomastag, an welchem später große Feierlichkeiten ihm zu Ehren gehalten wurden. Die Ema, welche angeführt wird, ist ein Fluß in Toscana. | |
| 1 | Hinfällig Gut, du Adel des Geblüts, |
| Nicht wundr' ich mich, wenn dein sich rühmen Viele | |
| Hier unten, wo die Richtung des Gemüths | |
| 4 | So schwankend ist, da selbst am höchsten Ziele, |
| Wo andrer Reiz nicht ab die Seele lenkt, | |
| Ich dein mich rühmt', mit stolzem Hochgefühle. | |
| 7 | En Mantel bist du, der, wird angelängt |
| Er nicht, sich kürzt und kaum noch deckt die Glieder, | |
| An den der Zeit sich mit der Scheere drängt. | |
| 10 | Jetzt mit dem Wörtchen "Ihr" begann ich wieder, |
| "Ihr," erst in Rom geduldet, jetzt verjährt; | |
| Da lächelte die Herrin auf mich nieder, | |
| 13 | Erinnernd mich an die, die, als bethört |
| Ginevra einst beging die erste Schwäche, | |
| Durch Husten warnend, sie im Kuß gestört. | |
| 16 | "Du bist mein Vater, Muth daß frei ich spreche |
| Verleihst du mir," rief ich, "hebst mich so weit | |
| Empor, daß mehr ich bin als ich! Und Bäche | |
| 19 | Der Wonne füll'n den Geist, der fein sich freut, |
| Da, was ihn aufgelöst sonst haben würde, | |
| Er faßt und trägt, die höchste Seligkeit." | |
| 22 | "Nenn mir die Ahnen jetzt, sag wie die Hürde |
Bestellt war St. Johanns, wer auserwählt |
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Zum besten Sitz war und zur ersten Würde, |
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| 25 | Welch' Jahr auch, als du jung warst, man gezählt?" |
Wie Kohlen auf dem Heerde Funken stieben, |
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Wenn sie ein Windt trifft, flammte neu beseelt |
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| 28 | Er heller auf, als wahrnam er mein Lieben. |
Mit züßrem Klang als erst, doch das Idiom, |
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Das neue meidend, sprach er, wie geschrieben |
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| 31 | Bis auf die neueste Zeit noch ward in Rom. |
"Zurückgekehrt war, seit aus Engelsmunde |
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Das Ave klang, dies Feu'r am Himmelsdom |
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| 34 | Zum Fuß des Leu'n, vollendend seine Runde, |
Des Leu'n, der Glanz ihm mittheilt, doppelt klar, |
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Fünfhundert achtzigmal, bis zu der Stunde, |
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| 37 | Wo mich die Mutter, heilig jetzt, gebar. |
Das Ahnenhaus lag da, wo schon beim Spiele, |
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Das man Johanni feiert jedes Jahr, |
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| 40 | Fünfsechstel Wegs durchlaufen sind zum Ziele; |
Du weißt wer Jene waren und woher. |
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Genug, hier ziemt sich Schweigen. Im Gewühle |
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| 43 | Der Stadt dort wimmeln Bürger fünfmal mehr, |
Als man vom Mars aus, in der Zeit der schönen, |
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Zum Täufer wandeln sah in blanker Wehr. |
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| 46 | Ein Fünftel war's nur, doch sie war'n mit denen |
Von Campo, von Citaldo und Figghin |
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Noch nicht gemischt. Rein war das Blut bei Jenen, |
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| 49 | Sodaß der Handwerksmann selbst edel schien. |
Viel besser, die jetzt noch zu Nachbarn haben, |
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Die ich genannt, und bei Gallazzo ziehn |
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| 52 | Und bei Tespian die Grenze und den Graben, |
Als wie des Schuft's von Agguglion Gestank, |
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Des Schuft's von Signa athmen, die wie Raben |
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| 55 | Das Auge schärfen schon, bedacht auf Fang. |
Hätt' nicht die Zunft, die sich erkühnt am meisten, |
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Stiefmütterlich gehandelt, ach schon lang, |
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| 58 | An ihrem Kaiser bis zur Seit der neu'sten, |
Nein, wie die rechte Mutter thut am Sohn, |
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Dann wär'n nicht Bürger die, die sich erdreisten |
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| 61 | Zu feilschen und zu wuchern Euch zum Hohn, |
Sie hätten sich gewandt nach Semifonti, |
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Wohin ihr Ahne ging nach Beute schon. |
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| 64 | Dann war'n in Montemurlo noch die Conti, |
Die Cerchis in Acones Dekanat, |
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In Valdigrieve noch die Buondelmonti, |
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| 67 | Gemisch verschied'ner Stämme in 'ner Stadt, |
Und Ueberzahl sind stets die ersten Gründe |
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Des Unbehagens, wie wenn übersatt |
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| 70 | DerLleib von Speisen ist. Das Lamm, das blinde, |
Stürzt nicht so leicht wie der, der keinen hört, |
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Der blinde Stier, in jähe Felsenschlünde. |
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| 73 | Oft schneidet besser nur ein einzig Schwert, |
Als fünf zugleich. Bedenkst du, wie verwegen |
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Sich Luni, Urbisaglia selbst zerstört, |
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| 76 | Wie diesen Chiusi folgt auf üblen Wegen, |
Und Sinigaglia, wo das Volk gemischt, |
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Wie viele Städte schon der Zeit erlegen, |
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| 79 | Dann staunst nicht mehr du, daß schon weggewischt |
Manch' hoch Geschlecht. So wie Ihr untergeben |
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Dem Tod, in dem Eur' Ruhm so bald erlischt, |
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| 82 | So sind's die Dinge auch, die Euch umgeben, |
Nur daß in manchen lang versteckt er wohnt |
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Und daß, zu prüfen dies, nicht reicht das Leben. |
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| 85 | Das Schicksal thut an Florenz, wie der Mond, |
Der bald die Ufer aufdeckt, bald verschleiert. |
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D'rum ist kein Wunder, daß auch nicht verschont |
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| 88 | Die Namen blieben, einst so hoch gefeiert. |
Filippis, Ughis, groß noch im Ruin, |
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Ormannis, Catellinis muthbefeuert, |
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| 91 | Grecis und Alberichis sah ich blüh'n, |
Auch die aus Arcas, auch Sanellas Staaten, |
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Ardinghis, Soldanieris stolz und kühn. |
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| 95 | Dort überm Thor, an welchem jetzt man Thaten |
Verübt so grauser Art, daß Noth es thut |
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Das Staatsschiff, soll's nicht auf den Grund gerathen, |
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| 97 | Rasch zu entlasten von der Frevlerbrut, |
Dort hausten Ravignani's; einem Sohne |
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Entstammt Graf Guido, und aus ihrem Blut |
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| 100 | Sind alle, die sich nennen Bellincione, |
Schon hatte der von Pressa gut regiert, |
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Schon war von Galigajo, dem Barone, |
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| 103 | Verlieh'n der gold'ne Schwertgriff, und geführt |
War da der Hermelinstreif, der Baruccis, |
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Sachettis, Giuochis und Sifantis ziert. |
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| 106 | Das Haus war groß der Gallis, der Calfuccis; |
Auch schämten sich des Scheffels manche da. |
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Auf den curul'schen Sessel hob Arguzzis |
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| 109 | Und Sizis man. In welchem Glanze sah |
Ich die, die dann durch Stolz in Noth gerathen. |
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Die goldnen Kugeln zierten Florenz ja |
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| 112 | Und fehlten nie bei seinen großen Thaten! |
So war'n, wenn Väter derer, die, wenn frei |
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Ihr Bisthum wird, sich jetzt nicht ernst berathen, |
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| 115 | Nein in Capitel schwelgen ohne Scheu. |
Dann kamen Sippen auf von schlechtem Stamme, |
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Die dem der flüchtet folgen mit Geschrei. |
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| 118 | Da sind die Drachen mit geschwollnem Kamme, |
Doch weist die Zähne, weist den Beutel man, |
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So wird das grimmste Ungethüm zum Lamme. |
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| 121 | Drum weil's nur kleines Volk, kam schwer es an |
Dem ritterlichen Ubertin Donato, |
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Verwandt zu sein ihm durch der Schwester Mann. |
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| 124 | Von Fiesole stieg schon zum Markt und Prato |
Herab der Caponsacco; Guido war |
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Ein guter Bürger schon und Infangato. |
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| 127 | Man trat, unglaublich scheint's, doch ist es wahr, |
Durch's Thor, das nach den Peras man benannte, |
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Erst in die Stadt. Wer aus der Bürger Schaar |
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| 130 | Das Wappen des Barons trug, das bekannte, |
Das seinen Glanz erneut am Thomastag, |
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Dem gab für sich er, Kinder und Verwandte, |
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| 133 | Manch Privileg, ihm selbst den Ritterschlag. |
So kommt's, das wer mit Streifen säumt die Schilde, |
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Sich mit dem niedern Volk verbinden mag. |
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| 136 | Schon kamen Guattinaris vom Gefilde |
Zur Stadt, und Importunis. Hätten doch |
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Sie nicht bekommen and're Nachbarn, wilde, |
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| 139 | So wär das borgo heute ruh'ger noch! |
Das Haus, das Euch geboren Noth und Wehe, |
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Das Zorn, den tödtlichen entfacht, stand hoch. |
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| 142 | Hätt' Buondelmonte die versproch'ne Ehe |
Vollzogen nur, nicht suchend andres Glück, |
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Hätt', als zuerst er kam in Florenz Nähe, |
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| 145 | Der Ema ihm gelassen das Geschick, |
Dann lachten die wohl, die jetzt trostlos klagen |
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Und eine bess're Zeit käm' bald zurück! |
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| 148 | Doch hat der Stein begehrt, der halb zerschlagen |
Auf unsrer Brücke steht und kriegerisch droht, |
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Ein Opfer in den letzten Freidenstagen. |
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| 151 | G'rad aus dem Haus, das treu'sten Schutz uns bot; |
| Denn unter ihm hat man die Lilien nimmer | |
| Verkehrt am Spieß befestigt, und in Roth | |
| 154 | Ward nie verwandelt da ihr weißer Schimmer." |