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Paradies.
18. Gesang.
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| Der erste Theil dieses Kapitels ist noch dem Mars geweiht, im zweiten treten Dante und Beatrice schon in den Jupiter, den Aufenthalt gerechter Herrscher ein. Zu dem kriegerischen Stern gehören noch: Josua, Judas Maccabeus, Carl der Große, Roland, Gottfried von Bouillon, Robert Guiscard, in Sicilien gegen die Saracenen kämpfend, Wilhelm von Orange, Sohn Emmerichs von Narbonne, und Rinald, Besieger der Muselmänner, nach vielen Abenteuern im Kloster endigend. Wenn von einem schönen Spiegel gesprochen wird, so meint der Dichter damit seine Herrin, die ihm zeigt, ob er recht oder unrecht denkt und handelt, die eigene Idee aber der Geliebten ist Gott. Der Baum des Paradieses, in dessen fünftem Kreis sie weilen, empfängt seine Nahrung von oben, von Gott, nicht wie irdische Bäume durch die Wurzeln von unten. Den Mars verlassend, sehen sie das Bild des Adlers, des Symbols der Herrschaft, und aus lebendigen Lichtern den Spruch gebildet: "diligite justitiam, qui judicatis terram!" "übt Gerechtigkeit, Ihr, welche Ihr die (S. 412) Erde richtet." Es ist nöthig, diesen Satz lateinisch im Gedächtniß zu behalten, da sich stets auf die einzelnen Buchstaben bezogen wird. Bei der Unzahl von Funken, welche diesen Spruch zusammensetzen und ihn dann zum Bild eines Adlers umgestalten, gedenkt der Autor eines Orakelspiels, das damals in Italien Mode war. Man machte zwei Hölzer glühend, schlug und rieb sie dann gegeneinander und prophezeite aus der Zahl und Art der Funken der Zukunft. Zum Schluß wird die Klage über den Papst erneut, welcher über Johannes den Täufer, d. h. die mit dem Bilde des Heiligen versehenen Münzen, Petrus und Paulus, also seine kirchliche Pflichten, vergißt. | |
| 1 | Mein schöner Spiegel freute wonnetrunken |
| Sich an der eig'nen göttlichen Idee, | |
| Indeß ich in die meine war versunken, | |
| 4 | Und Trost zu mischen suchte in mein Weh, |
| Wie Süßes man hinzusetzt bittrem Tranke. | |
| Da sprach die, die mich führte in die Höh': | |
| 7 | "Jetzt wandle gänzlich um sich dein Gedanke; |
| Bin ich bei Gott doch, der des Grams Gewicht | |
| Erleichtern wird!" Als ich mit heißem Danke | |
| 10 | Mich zu ihr wandte, sah ich ihr Gesicht |
| Durch solch' ein Liebesfeuer sich erhellen, | |
| Daß mir zur Schild'rung jedes Wort gebricht, | |
| 13 | Ja selbst die Kraft es noch mir vorzustellen, |
| Denn Gnade nur giebt Kraft dem Geist und Blick | |
| Zum Vollgenusse dieser Strahlenquellen. | |
| 16 | Kein unerfüllter Wunsch blieb da zurück. |
| Der ew'gen Freude Abglanz einzusaugen, | |
| Sah ich auf Beatrix; da sprach mein Glück: | |
| 19 | "Schau um und hör', was zur Erkenntniß taugen |
| Dir jetzt und später wird, und was dir neu. | |
| Ach glaubst du denn, daß nur in meinen Augen," | |
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So scherzte lächelnd sie, "der Himmel sei?" |
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Oft drängt sich uns're tieferregte Seele |
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In's Antlitz, das wie Feuer strahlt dabei, |
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Noch eh ein Wort entfliehen konnt der Kehle. |
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So blitzte auf der Geist, als ob ihn heiß |
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Der Drang mit mir zu reden jetzt beseele. |
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"Es sind in dieses Baumes fünftem Kreis, |
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Der durch den Gipfel Leben hat, und Früchte |
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Stets bringt, an dem nicht welkt ein Blatt, ein Reis', |
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Viel Seelen," sprach er, "die schon durch Gerüchte |
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Ruhmvoll bekannt, eh sie der Welt entrückt, |
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Die Stoff den Musen geben zum Gedichte. |
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D'rum zu den Kreuzeshörnern aufgeblickt! |
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Der den ich nenne kommt im Nu, entglommen |
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Wie'n Blitzstrahl, welcher aus der Wolke zückt. |
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Da rief er "Josua!" Kaum hat' ich's vernommen, |
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Schoß eine Flamme aus den Sternenreih'n |
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So rasch, als wollt' dem Ruf zuvor sie kommen. |
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Beim Namen Maccabeus flog ein Schein, |
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Ein andrer, kreisend, rasch herab, und Freude |
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Schien dieses Kreisels Peitsche mir zu sein. |
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Den großen Carl und Roland sah ich beide, |
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Den Robert Guiscard, Wilhelm und Rinald, |
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Und Herzog Gottfried! welche Augenweide! |
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Mit Blicken folgt ich jeder Lichtgestalt, |
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Wie'n Falkner seinen Falken auf der Beize. |
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In's Sterngewühl, wo Alles webt und wallt |
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Und Jubelhymnen schallen unterm Kreuze, |
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War jetzt des Ahnherrn Geist zurückgekehrt, |
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Und sang im Chor mit so erhab'nem Reize, |
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Daß er als wahrer Künstler sich bewährt. |
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Jetzt dreht' ich um mich nach der rechten Seite |
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Zu ihr, die stets mich meine Pflicht gelehrt |
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Durch Wink und Wort, und bat: "o thu's auch heute! |
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Da überstrahlte sie, jetzt doppelt schön, |
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Nicht nur die Andern all' in Näh' und Weite, |
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Nein auch sich selbst, wie ich sie sonst gesehn. |
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Wenn mehr Geschmack am Gutesthun wir fühlen, |
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So ist's ein Zeichen, daß wir vorwärts gehn, |
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Und unsre Tugend wächst zu hohen Zielen. |
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So war der Glanz, den unter ihren Brau'n |
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Ich wieder sah in hell'ren Funken spielen, |
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Mir ein Beweis, daß droben wir im Blau'n |
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Jetzt größre Kreise, näh'r dem Ziele, zogen. |
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G'rad wie das Roth im Antlitz schöner Frau'n |
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Sich wandelt plötzlich, wenn die Schaam verflogen, |
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In Lilienfarbe, so das Angesicht |
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Des Himmels auch im sechsten Sternenbogen. |
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Die Fackel Jupiters warf weißes Licht, |
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Aus dem jetzt Funken, die Demanten gleichen, |
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Hervorgesprüht, vereint in Schwärmen dicht. |
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Sie bildeten durch sich der Sprache Zeichen, |
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Nach Art der Vögel, die am Himmel schnell |
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In Reihen bald und bald in Ringen streichen, |
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Und grüßen ihre Weiden, schwirrend hell. |
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So schwirrten singend auch die Lichtgestalten |
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Ein D jetzt bildend, dann ein J, en L, |
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Und Andre noch, dazwischen sah ich halten, |
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Sie Alle stumm im seel'gen Hochgenuß, |
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Um wieder dann auf's Neu' sich zu entfalten. |
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O Muse, du im Hain des Pegasus, |
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Du, die unsterblich macht, und Dauer Städten |
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Und Reichen giebt, verleih' uns Ueberflüß |
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An Kraft und Einsicht, die wir sonst nicht hätten, |
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Zu deuten, was die goldne Schrift enthält. |
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Zusammen wurden durch die Lichterketten |
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Hier Consonanten fünfmal dargestellt, |
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Vocale auch, und jedesmal sind's sieben. |
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Da las ich: "Ihr, die Ihr regiert die Welt, |
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Ihr sollt Gerechtigkeit, die hehre, lieben! |
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Diligite justitiam, so stund, |
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Qui judicatis terram, dort geschrieben. |
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Gefügt war jetzt auf des Planeten Rund |
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Das letzte M; da sah die Schrift ich blitzen |
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Wie Gold, das aufgesetzt auf Silbergrund. |
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O möcht' auf Erden diese Mahnung nützen! |
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Nun hielten jene schweigend, doch im Flug |
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Kam jetzt 'ne and're Schaar, die auf den Spitzen |
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Des M sich niederließ, das Alle trug. |
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Unzähl'ge Fünkchen sah aus Hölzern fahren |
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Ich oft, wenn zwei man aneinanderschlug, |
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Aus glüh'nden, um Zukünft'ges zu erfahren. |
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Doch wen'ge dünkten's mich, da dies ich sah. |
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Indem am rechten Platz nun Alle waren, |
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Den angewiesen ihnen fern und nah |
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Die Sonne, die entfacht sie seelig heiter, |
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Stand Haupt und Hals 'nes Adler fertig da. |
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Fürwahr, der dies gemalt braucht keinen Leiter, |
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Denn Meister ist er selbst; giebt doch im Nest |
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Er die Gestalt dem Aar! Nun formten weiter |
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Das Bild die andern Lichter, die erst fest |
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Um's M geschaart, erblaßt zu Lilienkränzen, |
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Im Silberduft des Sterns; jetzt sah den Rest |
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Des Leibs ich und die Flügel sie ergänzen. |
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O Stern, in dem der hehre Adler flammt, |
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Beweis sind die Juwelen, die hier glänzen, |
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Daß die Gerechtigkeit vom Himmel stammt! |
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Drum will ich jetzt zu deinem Ursprung flehen, |
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Der dir verliehen hat dein göttlich Amt, |
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Bewegung auch und Kraft, er wolle sehen, |
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Woher der Rauch kommt, der dein Licht uns trübt. |
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O möcht' mit Jedem in's Gericht er gehen, |
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Der Kauf und Verkauf in dem Tempel übt, |
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Aus Schmerzen aufgemauert und aus Gnaden. |
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Ihr Himmelsheere, betet an und liebt |
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Für die, die böses Beispiel bracht' in Schaden. |
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Sonst kriegte mit dem Schwert man, das nun ruht, |
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Jetzt so, daß man das Brod schließt in die Laden, |
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Daß man's beschneidet, wie's kein Vater thut. |
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Du, der du schreibst um auszuwischen, denke: |
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Petrus und Paulus, die verspritzt ihr Blut |
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Für jenen Weinberg, der durch deine Ränke |
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Verwüstet ist, sie leben allezeit! |
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Du aber sagst: "all' meine Liebe schenke |
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Ich dem, der gern gelebt in Einsamkeit |
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Und den zum Märtyrer einst Sprünge machten, |
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So kann, da ich mich seinem Dienst geweiht, |
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Ich nicht auf Paulus und den Fischer achten." 21.01.2007 |