Purgatorium. 4. Gesang. |
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| 180 Die Betrachtungen über die Seele, welche in diesem Gesang vorkommen, beziehen sich auf Plato's Lehre, die Menschenseele sei eine dreifache, eine vegetative (also die Lebenskraft), eine sensitive (die Empfindsamkeit oder Empfindungsfähigkeit) und eine intelectuelle (die geistige, der Geist), das was wir gewöhnlich, ohne Nebengedanken, Seele nennen. Diese, damals verbreitete Idee, einer dreifachen Seele widerlegt Dante damit, daß der Mensch (181) die Zeitmessung, die ein Begriff ist, also in's Gebiet der denkenden Seele gehört, über äußern Eindrücken, welche auf die Sinne wirken, vergißt. Also, sagt er, sind im Menschen nicht drei Seelen, abgesondert, unterschieden von einander, denn sonst würde jede ungestört auf ihrem Gebiet bleiben, sonst würde die gleichsam sinnliche Seele Eindrücke empfangen und die geistige würde nicht in ihrer Denkthätigkeit dadurch beirrt, nicht abgelenkt werden. Hier schließt sich die Bemerkung an, die Sonne sei um so viel Grad vorgeschritten, daß es 2 Stunden ausmache. Dann werden einige hochgelegene Städte und Felsenvesten Italiens erwähnt, als St. Leo, in Monte Feltro, Bismantova in der Lombardei, Noli an der Riviera; bei dieser Gelegenheit ist von einem Aufsteigen in einem Winkel von 45 Grad die Rede. Die Wände des Berges sind unten am steilsten, demgemäß auch die Spalten und Treppen, die von einem Kreis zum andern führen; natürlich, da der Anfang des Guten schwer ist. Die Wandrer gehen von Osten noch Westen. Auf der südlichen Hemisphäre muß ihnen, wenn sie das Gesicht nach Morgen wenden, die Sonne, welche hier ein Spiegel heißt, links stehen. Das Ptolomäische System nimmt an, es befänden sich drei Planeten unter der Sonne, Venus, Mercur, Mond und drei über ihr, Saturn, Jupiter, Mars; darum wird gesagt, sie entsende ihre Strahlen nach oben und unten. Wenn die Sonne, heißt es, im Sternbild der Zwillinge stehen wird, um 2 Zeichen nördlicher als der Widder, in dem sie sich jetzt befindet, so ist es auf der südlichen Halbkugel Winter, und man sieht dann von hier aus den von der Sonne erleuchteten Theil des Thierkreises noch weiter gegen Norden zu. Die Sonne würde dann näher dem Sternbild des großen Bären stehn. In die Bärin, wie die Südländer sagen, ward Callisto verwandelt. Diese Nymphe durchstreifte als Jagdgenossin der Diana die Wälder, ward dort von Zeus erblickt und geliebt, von der strengen Artemis verstoßen und von der eifersüchtigen Juno in ein Schreckbild gebannt. Grade, als ihr Sohn Arcas sie auf der Jagd mit einem Pfeil durchschießen wollte, versetzte sie Zeus an's Firmament. Wenn von dem Weg, den Phaeton, der Sohn des Apoll befuhr, die Rede ist, so muß man an die Ekliptik, die Sonnenbahn denken, welche hier nahe der Bärin läuft, da ja auf der südlichen Halbkugel alles umgekehrt ist, als bei uns auf der nördlichen. Die Wandrer treffen am Schluß dieses Gesanges die Trägen, die so lange auf Zulassung zum Rechtfertigungswerk warten, als sie Zeit auf Erden versäumt haben. Unter ihnen finden sie Belacqua, einen Verfertiger musikalischer Instrumente aus Florenz. Dante sagt, daß er sich nun nicht mehr um ihn zu sorgen brauche, weil er ihn auf dem Wege zum Himmel findet. Das Seelenheil des trägen Landsmannes muß ihm also fraglich gewesen sein. | |
| 1 | Wenn Freude oder Schmerz so stark berührt |
| Die eine uns'rer geist'gen Fähigkeiten, | |
| 4 | Daß sich in ihr die Seele concentrirt, |
| Dann wirkt auf sie nichts mehr von andern Seiten. | |
| 7 | So läßt der Wahn, als flamm' aus unserm Geist |
| Ein zweiter auf, sich siegreich auch bestreiten. | |
| 10 | Hörst oder siehst du, was ganz fort dich reißt, |
Dann merkst du nicht, wie rastlos fliehn die Stunden, |
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Begriff und Urtheil stockt, und dies beweist, |
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| 13 | Wie eine Seelenkraft hier nur empfunden, |
Indessen die Gesammtheit, in der That, |
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Der andern Seelenkräfte wie gebunden. |
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| 16 | Auch ich erfuhr's, denn schon um fünfzig Grad |
War seit ich zugehört dem Geist, dem schönen, |
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Die Sonne vorgerückt auf gold'nem Pfad. |
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| 19 | Doch weiter gehend merkt', versenkt in Jenen, |
Ich's eher nicht, als aus der Geisterschaar |
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Der Ruf erklang: "Hier wird gestillt Eu'r Sehnen!" |
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| 22 | Wenn sich die Traube bräunt, sperrt jedes Jahr |
Der Winzer zu den Berg mit Dorngestrüppe, |
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Doch läßt mehr freien Raum er noch fürwahr, |
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| 25 | Als hier der Paß beut zwischen Klipp und Klippe, |
Durch den allein, da schon der Zug verschwand, |
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Entlang wir krochen an des Berges Rippe. |
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| 28 | Auf beiden Füßen wird die Felsenwand |
Bismantova's, San Leo wird erstiegen, |
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Nach Noli klimmt man dann hinab zum Strand, |
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| 31 | Hier aber heißt's nicht gehn, hier heißt es fliegen, |
Ich meine fliegen mit dem Schwingenpaar |
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Das Sehnsucht giebt; doch müßte der erliegen, |
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| 34 | Dem nicht ein Führer, wie der meine war, |
Vorleuchtete, selbst in Bedrängniß heiter. |
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Die Füße brauchts nicht nur, nein auch sogar |
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| 37 | Die Hände, zu erklimmen solche Leiter. |
Zum obern Rand gelangt, wo frei der Blick, |
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Frug ich: "Wo nun hinaus, wie geht's jetzt weiter?" |
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| 40 | Und er: Sei's rechts, sei's links, nur nicht zurück, |
Mir nach, bis uns ein Führer kommt, der besser |
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Bescheid hier weiß." Wir sahn das unt're Stück |
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| 43 | Des Bergs nur: senkrecht steigts aus dem Gewässer, |
Der Linie gleich, die, theilend Raum von Raum, |
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Aufsteigt vom Mittelpunkt im Grademesser |
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| 46 | Bis zu des Kreisausschnittes äußerm Saum. |
Ich war erschöpft, mir schwanden fast die Sinne, |
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Als so Virgil ich bat: "Schau um, denn kaum |
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| 49 | Kann ich 'nen Schritt noch thun! hälst du nicht inne, |
So bleib ich hier allein!" Und er, am Hang |
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Mir einen Vorsprung zeigend, eine Rinne, |
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| 52 | Die etwas höher um den Berg sich schlang, |
Rief: "Nur bis dort!" Da wie der Sporn die Pferde, |
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Trieb mich sein Wort, daß ich hinauf mich schwang. |
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| 55 | Dort oben setzten wir uns auf die Erde |
Nach Osten schau'nd, von wo ich eben kam, |
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Um froh der überwundenen Beschwerde |
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| 58 | Den Weg zu sehn, der müd' gemacht und lahm. |
Als ich die Augen wieder aufgeschlagen, |
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Erblickt die Sonn' ich links von mir, und nahm |
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| 61 | Grad' zwischen uns und Norden ihren Wagen |
Am Himmel wahr. Als starr Virgil mich sah |
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Vor Staunen, kam zuvor er meinen Fragen: |
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| 64 | "Wär", rief er, "jetzt dem schönen Spiegel da, |
Der Licht nach unten sendet und nach oben, |
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Und so das All erhellt, auch Castor nah |
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| 67 | Und Pollux, o dann flammte näher droben |
Der Thierkreis, bleibend auf der alten Spur, |
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Dem Bärenpaar, mehr nach dem Pol verschoben. |
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| 70 | Willst du's begreifen, stelle vor dir nur |
Die Lage Zions, zu dem Berg, dem hehren, |
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Denn einen Horizont gab die Natur |
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| 73 | Den beiden Orten, doch verschied'ne Sphären; |
Drum läuft der Weg, den Phaeton bethört |
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So ungeschickt durchfahren nah den Bären, |
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| 76 | Und Alles steht am Himmel umgekehrt" |
Und ich: "Klar macht die Rede mir, die weise, |
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Was meinem Geist zu hoch war; so belehrt |
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| 79 | Weiß ich, warum der mittlere der Kreise, |
Der die bewegten Himmel all' umspannt, |
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Der von der Sonne trennt, wie'n festes Gleise, |
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| 82 | Den Winter, der Aequator wird genannt |
In jeder Wissenschaft, warum gesehen |
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Von hier aus, er, der für's Hebräerland |
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| 85 | Im Süden steht, hier muß im Norden stehen, |
Warum sich anders muß die Sonnenbahn |
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Um diesen Berg, als dort um Zion drehen. |
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| 88 | "Doch Vater sag, wie weit geht's noch hinan, |
Denn höher reicht, als meine Augen reichen, |
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Der Gipfel." "Eigener Art", hob jetzt er an, |
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| 91 | "Ist dieser Berg; erst muß man klettern, keuchen, |
Doch leichter wird's, jemehr hinauf man klimmt, |
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Ja, wenn das Geh'n wird auf dem Grund, dem weichen, |
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| 94 | So leicht, als man im Boot stromabwärts schwimmt, |
Dann endet bald der Pfad, dann auf der Höhe |
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Sollst Ruhe du genießen ganz bestimmt; |
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| 97 | Genug, ich sag' nichts mehr, steh' auf und gehe!" |
Jetzt tönte, als geschlossen kaum mein Hort, |
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'Ne Stimme, plötzlich rufend in der Nähe: |
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| 100 | Vielleicht setzt Ihr noch oft, Ihr Beide dort, |
Vorher Euch hin auf diese Felsenplatten!" |
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Ich wandt' nach jener Richtung mich sofort |
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| 103 | Und sah, was wir zuerst bemerkt nicht hatten, |
Zur Linken einen Block uns von Granit. |
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Als wir hinaufgelangt in seinen Schatten, |
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| 105 | Da fanden wir ein Völkchen träg und müd, |
Das hier verschoben wohl des Kletterns Mühe; |
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Ja Einer kauerte, dem jedes Glied |
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| 107 | Zur Last schien, dort, umarmend seine Knie, |
Und zwischen ihnen hing das Haupt ihm tief. |
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"Ist's nicht, wie wenn die Trägheit selbst, o siehe, |
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| 110 | Des Mannes Schwester wär?" Als so ich rief, |
Bog schräg den Kopf er über seine Lende, |
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Und sah herauf nach uns von unten schief. |
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| 112 | "Lauf du hinan nur diese Klippenwände, |
Wenn", höhnte er, "so viele Kraft du hast!" |
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Da, seine Rede war noch nicht zu Ende, |
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| 115 | Erkannt ich ihn und nahte ihm in Hast; |
Er aber rührte nicht den Leib, den trägen, |
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Hob kaum den Kopf als wär er eine Last; |
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| 118 | "Sahst du", frug er, "wie dem Zenith entgegen, |
Von links herauf lenkt Phöbus sein Gefähr?" |
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Die faule Art, die Scheu sich nur zu regen, |
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| 121 | Die karge Rede machten es mir schwer |
Ein Lächeln fern zu halten meinem Munde. |
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"Ich sorg' um dich, Belacqua, nun nicht mehr, |
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| 124 | Doch sag warum sitzt du noch hier am Grunde? |
Harrst", frug ich, "auf Geleit du, oder macht |
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Gewohnheit sich noch geltend bis zur Stunde?" |
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| 127 | Und er: "Was nützt das Gehn! wird Tag und Nacht |
Mir Zutritt doch zur Läut'rungsqual verwehren |
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Ein Gottesvogel, der am Thor dort wacht. |
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| 130 | Da bis zuletzt verschoben ich die Zähren, |
Die Reue weint, muß harr'n ich mit Geduld, |
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Bis ich umkreist hier worden von den Sphären |
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| 133 | So oft als dort, erflehn nicht Gottes Huld |
Die Frommen mir, denn sie nur finden Gnade, |
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Doch fleht umsonst ein Herz beschwert mit Schuld." |
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| 136 | "Komm", rief der Dichter, der auf rauhem Pfade |
Voraus schon war, "im Mittag funkelt jetzt |
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Die Sonne hier, und Nacht hat nach dem Bade |
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| 139 | Den Fuß dort auf Marocco's Strand gesetzt." 06.09. 2006 |