Purgatorium. 13. Gesang. |
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| Hier wird zuerst auf die Konstruktion des runden und spitzen Berges hingewiesen. Da die Kreise, welche um ihn herlaufen, nach oben immer kleiner werden, so müssen diese sich eher als die unteren biegen. Die Pilger machen die Sonne zum Centrum ihrer Bewegungen, lehnen sich fest mit dem rechten Seite an die Felswand und wenden die linke dem Abgrund zu. In diesem Kreise wird der Neid bestraft, von dem man sagt, er sieht scheel. Deßhalb sind den Schatten die Augenlider mit Draht zugenäht, wie man es zu jener Zeit den Falken that. Auch hier finden sich wieder die abmahnenden Beispiele, welche mit einem Zaume verglichen werden, weil sie zurückhalten sollen und die aufmunternden, der antreibenden Peitsche ähnlich. Zu den letzten gehört Maria's liebevolle Bitte bei der Hochzeit von Cana, "sie 224 haben keinen Wein" und der Ruf: "Orest bin ich", den der Sohn des Agamemnon ausstieß, als Pyrrhus statt seiner den Pylades bestrafen wollte. Bürger einer Stadt werden all' diese Seelen im Hinblick auf das ewige Jerusalem genannt. Von historischen Personen treten auf Sapia, ein Name der die Weise bedeutet. Diese Sienenserin soll aus ihrem Schlosse der Niederlage ihrer Landsleute mit solcher Freude zugeschaut haben, daß sie in die Worte ausbrach: "Von nun an möge Gott mit mir thuen, so schlimm als er will, ich werde vergnügt leben und zufrieden sterben." Dieser Ruf mahnt an den der Amsel im Januar, wenn unerwartet plötzlich Wärme eintritt: "Ich fürchte dich nicht mehr, Herr, der Winter ist vorüber!" ferner Pietro Pettinajo, ein frommer Einsiedler, ein leuchtendes Beispiel thätiger Menschenliebe. Talamone, die am Schluß genannte Burg, beherrschte den Hafen der Sienenser, welche dort eine Flotte bauen wollten. Diese Unternehmung mißlang aber, ebenso wie diejenige, eine Quelle, Diana geheißen, unter der Stadt hervorzugraben. Den größten Schaden erlitten bei diesen Unternehmungen die schon im voraus ernannten Admiräle. | |
| 1 | Der Treppe Gipfel hatten wir erreicht, |
| Da wo der Berg durchsägt zum zweitenmale, | |
| Auf dem entsündigt wird, der ihn besteigt; | |
| 4 | Auch hier umschließt ein Simms die Wand, die kahle, |
| Dem ersten gleich, doch krümmt sich eher schon | |
| Der Bogen hier. Leer ist der Stein, der fahle, | |
| 7 | Kein Bild, kein Schatten, Alles monoton. |
| Da sprach Virgil nach ein'ger Ueberlegung: | |
| "Die Wahl des Wegs nähm' zu viel Zeit mein Sohn, | |
| 10 | Wollt' ich auf Leute harr'n! Horch, keine Regung; |
| Kein Mensch zu sehn!" - Dann prüft der Sonne Stand | |
| Er g'nau, und macht zum Centrum der Bewegung | |
| 13 | Die rechte Flanke, nun zunächst der Wand; |
| Die linke dreht er zu der Schlucht der steilen, | |
| Und jetzt zum Tagsgestirn den Blick gewandt: | |
| 16 | "O süßes Licht, ich folg' dir ohn' Verweilen |
| Auf neuem Pfad! so sicher führt dein Schein, | |
| Wie's Noth thut hier. Mit deinen Strahlenpfeilen | |
| 19 | Erhellst, erwärmst die Welt nur du allein! |
| Wenn nicht nach umgekehrter Richtung Gründe, | |
| Und starke, treiben, sollst du Führer sein | |
| 22 | Uns allezeit!" Durchlaufen war geschwinde |
Ein Raum dort, der hier für 'ne Meile gilt, |
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Denn guter Wille treibt gleich günst'gem Winde. |
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| 25 | Da fühlt' ich, denn dem Auge blieb's verhüllt, |
Das Geister schwebend und entgegen zogen; |
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Zum Mahl der Liebe luden ein sie mild. |
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| 28 | Die erste Stimme, die vorbei geflogen, |
Rief aus: "Sie haben keinen Wein zum Fest"; |
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Und lang tönt nach der Ruf am Himmelsbogen, |
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| 31 | Doch als sich fern noch diese hören läßt, |
Kommt eine zweite schon vorbei geglitten |
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Die schwirrend ausruft: "Sieh ich bin Orest!" |
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| 34 | "Was sind's für Stimmen?" frug ich, "was für Bitten?" |
Doch tönt's, als ich gethan die Frage kaum, |
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"Liebt, die Euch Uebles thun!" schon von der dritten. |
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| 37 | "Bestraft wird", sprach Virgil, "in diesem Raum |
Der Neid, drum nimmt aus dem Bereich der Liebe |
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Der Geißel Stricke man, doch ist der Zaum |
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| 40 | Aus anderm Stoff, und Worte hart und trübe |
Wirst hören vor dem Paß, wo man verzeiht |
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Du noch, die Zügel sind der bösen Triebe. |
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| 43 | Schärf deinen Blick, dann siehst vor uns gereiht |
Du Leute sitzen an den Felsenmauern." |
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Ich öffnete die Augen doppelt weit |
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| 46 | Und sah in grauen Mänteln Schatten kauern, |
Die man von fern kaum unterschied vom Stein. |
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Da hört ich, näher tretend, die, die trauern, |
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| 49 | "Maria bitt für uns!" gar kläglich schrei'n, |
"Bitt Michael, bitt Petrus, Alle bittet, |
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Ihr Heil'gen!" kann ein Mensch so hart wohl sein, |
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| 52 | Daß ihn, wenn er gesehen was Ihr littet, |
Nicht Mitleid hätte, wie auch mich erfaßt, |
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Als Wesen ich und Haltung gramzerrüttet |
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| 55 | Und Eu'r Gebahren sah. Gezwung'ne Rast |
Hielt dort im härnen Rock das Volk am Walle, |
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Und Einer duldete des Andern Last |
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| 58 | Auf seinen Schultern gern, indessen Alle |
Geduldet sind vom Berg, der still sie trägt. |
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So hocken Blinde vor der Kirchenhalle |
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| 61 | An Ablaßstätten bettelnd. Müde legt |
Den Kopf an seinen Nachbar jeder Arme, |
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So daß der Wandrer Mitleid schon bewegt |
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| 64 | Noch eh' er hört ihr kläglich: "Gott erbarme!" |
Denn nicht mit Worten fleht man nur, es fleht |
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Der Anblick auch. Nicht Lind'rung bringt's im Harme |
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| 67 | Den Blinden, wenn die Sonn' am Himmel steht; |
Auch diesen nicht. Wie könnten ein sie saugen |
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Das Licht, da ihre Lider zugenäht |
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| 70 | Mit Eisenfäden, so wie man die Augen |
Den wilden Sperbern schließt mit einem Draht, |
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Damit gezähmt sie dann zum Jagen taugen. |
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| 73 | Nicht recht schien mir, umhergehn wie ich that, |
Die Andern sehend, selber ungesehen, |
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Deßhalb wollt bitten ich Virgil um Rath; |
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| 76 | Doch kann der Meister Stumme selbst verstehen, |
Denn eh' ich frug, gab Antwort er. "Sei kurz, |
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Und g'nau!" Am Abgrund ging dem jähen |
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| 79 | Virgil, da wo kein Wehr bewahrt vor'm Sturz, |
Und an der andern Seite saßen Jene |
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Im grauen Mantel und im grauen Schurz, |
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| 82 | Aus deren Augen Thräne rann auf Thräne |
Die Wang' hinab, durch ihrer Lider Riß. |
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"O Geister", rief ich "an der Bergeslehne, |
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| 85 | Ihr seid das ew'ge Licht zu schau'n gewiß, |
Gebt Auskunft mir, so wahr Ihr hofft, erlösen |
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Werd' Euch die Gnade von der Finsterniß, |
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| 88 | Und Eu'r Gewissen von dem Schlamm des Bösen, |
Damit der Seele Strom es klar durchfließt; |
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Gebt Auskunft, ist aus Latium hier ein Wesen? |
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| 91 | Könnt' ich's erfahren, gern hätt' ich's begrüßt, |
Und ihm auch könnt ich wohl zum Heil erscheinen." |
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"O Bruder, jede Seele die hier büßt, |
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| 94 | Ist Bürgerin der Stadt, der wahren, einen, |
Du aber wirst'ne Seele, die gewallt |
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Als Pilg'rin in Italien einst, wohl meinen." |
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| 97 | So glaubt ich zu vernehmen, und alsbald |
Erblickt ich, da dem Ton ich zu mich wandte, |
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Nah vorn am Berg 'ne weibliche Gestalt, |
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| 100 | In der Erwartung ausgeprägt, gespannte. HK |
Wie Blinde thun, bedacht zu hören g'nau, |
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So hob das Kinn sie. "Seele, unbekannte," |
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| 193 | Rief ich, "die hier sich wäscht im Thränenthau, |
Bist du's, die Antwort gab, dann fleh' ich, sage, |
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Wo stammst du her? wie heißt du arme Frau?" |
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| 106 | Und sie: "Ich war Sienenserin und klage |
Vor dem, der leuchten lasse uns sein Licht, |
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Mit diesen um verlor'ne Erdentage! |
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| 109 | Sapia hieß ich, doch war weise nicht, |
Da Andrer Noth mehr als mein Glück mich freute; |
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Du denkst, weil der Vernunft dies widerspricht, |
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| 112 | Ich scherze, wie's auf Erden thun die Leute; |
So hör ein Beispiel denn! Den Bogen stieg |
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Der Jahre ich hinab schon, als zum Streite |
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| 115 | Die Bürger Sienas zogen. Da im Krieg |
Mit Florenz eine Schlacht entbrannt bei Colle, |
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Bat Gott für uns're Feinde ich um Sieg; |
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| 118 | Weil's Gott vorher gewollt, geschah's. Ich Tolle |
Sah jauchzend wie zur Flucht gewandt das Heer. |
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Mein Antlitz hob ich auf, das freudenvolle |
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| 121 | Zum Himmel. "Gott, ich fürchte dich nicht mehr!" |
So rief ich, wie beim ersten Strahl der Sonnen |
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Die Merle rief, als wenn's schon Sommer wär. |
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| 124 | Mit Gott sucht', da das Leben fast verronnen, |
Ich Frieden erst; drum wär die Bußzeit, seht, |
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Mir nicht verkürzt; nein, kaum hätt' sie begonnen, |
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| 127 | Wenn Pietro Pettinajo mit Gebet |
Mir hülfreich nicht gewesen aus Erbarmen. |
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Doch du, wer bist du, der hier fragend geht, |
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| 130 | Det mit dem Athem spricht, dem lebenswarmen, |
Dem, wie mich däucht, die Augen offen sind?" |
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"Auch mir raubt' man das Licht einst wie Euch Armen," |
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| 133 | Erwidert ich, "doch bleib nicht lang ich blind, |
Da selten scheel ich sah; nein mehr ist bange |
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Mir vor der Qual dort unten, die nicht lind. |
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| 136 | Schon däucht mich, daß die Last am Hals mir hange." |
"Wer hat", so hob sie an, "dich hergebracht, |
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Da du zurück die Straße mußt, die lange?" |
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| 139 | Und ich: "Mich führte Jener Tag und Nacht, |
Der schweigend neben mir auch hier geblieben. |
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Ich lebe, und hab' dir zu dienen Macht; |
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| 142 | Befiehl, soll rühren ich die Füße drüben, |
Die sterblichen, für dich?" "Wie seltsam ach, |
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Wie neu," rief sie, "dich muß der Schöpfer lieben! |
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| 145 | Drum hilf mit deinen Bitten hier mir nach; |
Bei dem, was du zumeist die wünschest, flehe |
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Ich an dich, kommst zurück am frohen Tag |
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| 148 | Du nach Toscana, zu den Meinen gehe, |
Und frisch mein Bild dort auf, verblichen schon. |
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Du findest sie in eitler Thoren Nähe, |
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| 151 | Die mehr getäuscht sind, da auf Telamon |
| Sie hoffen, als die Narr'n es sind, die dreisten, | |
| Die Diana suchten, der Vernunft zum Hohn. | |
| 154 | Doch büßen ein die Admiräl' am meisten. 20. 10. 2006 |