Purgatorium. 14. Gesang. |
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| In diesem Kapitel ist zuerst vom Arno die Rede, welcher in dem Gebirge, von dem der Peloro sich losgerissen hat, entspringt. Jenes ist der Falterone, ein Höhenzug in Mittelitalien, dieser ein Vorgebirge in Sicilien, der äußersten Südspitze des Apennin gegenüber. Bei dieser Gelegenheit sprichrt der Autor vom Kreislauf des Wassers, dessen Auflösung in Dampf durch die Sonnenstrahlen und abermalige Verdichtung, wodurch das Verlorene dem Meer und den Flüssen ersetzt wird, von den Uferbewohnern, die sich benehmen, als hätten sie von Circe's Kost, welche Menschen in Schweine verwandelte, gegessen. Dann gedenkt er Jener, die kläffenden Hunden gleichen, der Leute aus Arezzo, von welchen der Arno die Schnauze abkehrt, d. h. wo er eine Biegung macht; ferner werden die Wölfe, die habgierigen Florentiner, und zuletzt die Füchse, die schlauen Pisaner angeführt. Dies Alles erfahren wir aus einem Gespräch des Guido von Forli und des Fulcier da Calboli, Edelleute jener Zeit. Auf den Enkel des Letzteren wird als den Rächer und Retter des Landes hingewiesen. Bei dem Namen Reno, welcher hier vorkommt, muß man nicht an unsern Rhein, sondern an einen kleinen Fluß in Mittelitalien denken, und wenn von einem 229 entlaubten Walde die Rede ist, so wird dies Bild für die entvölkerte Stadt Florenz gebraucht. Großmüthige Männer aus früheren Zeiten werden hier erwähnt, gleichsam als Gegensatz zu den Neidischen, die in diesem Kreise bestraft werden. Die Namen dieser Edelleute anzuführen wäre unnütz, da sie für uns keine Bedeutung haben. Dante stellt sich damit auf die Seite der Alten, welche die Vergangenheit rühmen ind die Gegenwart schlecht machen, denn nun folgt ein Register der entarteten Nachkommen. Von allgemeinem Interesse sind die folgenden Beispiele: Aglauros, welche zu Stein verwandelt wurde, weil sie ihrer Schwester Herse die Liebe des Hermes mißgönnte, Cain, der erste aller Neidischen, dessen Ruf ertönt: "Jeder wird mich erschlagen, der mich antrifft!" Wunderschön ist in diesem Kapitel und im folgenden der Gedanke ausgeführt, daß irdische Güter bei der Theilung an Werth für den Einzelnen verlieren, indeß die geistigen, würden sie auch noch so oft und unter noch so Viele getheilt, stets für Jeden ebenso werthvoll bleiben, so der Genuß an Kunst und Natur, vor Allem aber die Liebe. |
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| 1 | "Wer ist's, der um den Berg kreist, eh' gerüstet |
| Der Tod zum Flug ihn hat, der öffnen kann | |
| Und schließen seine Augen, wie's ihn lüstet? | |
| 4 | Ich weiß nicht wer es ist, doch kam der Mann, |
| Das weiß ich, nicht allein. Mehr in der Nähe | |
| Bist du, als ich ihm, drum sprich du ihn an, | |
| 7 | Doch freundlich, daß er willig Rede stehe." |
| So raunt ein Schatten, der am Felsen lag, | |
| Dem andern Schatten zu, und in die Höhe | |
| 10 | Die Köpfe streckten sie, und dieser sprach: |
| "Geist, der vom Leib sich noch nicht losgerissen, | |
| Und doch zum Himmel steigt, wer bist du, sag! | |
| 13 | Wo stammst du her? wir möchten's gerne wissen, |
| Denn staunen macht der göttliche Beschluß | |
| Uns so, wie über das wir staunen müssen, | |
| 15 | Was nie zuvor geschah," Und ich: "Ein Fluß |
| Durchzieht Toscana's Flur in allen Theilen; | |
| Von Falterone schäumt er, Guß auf Guß, | |
| 19 | In's Land hinab, und selbst nach tausend Meilen |
| Ruht aus noch nicht der Strom. Von seinem Strand | |
| Bring mit ich diesen Leib. Dir mitzutheilen | |
| 22 | Wie man mich nennt, wär' unnütz, denn bekannt |
Bin wenig ich bis jetzt." Und er dagegen: |
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"Du sprachst vom Arno, wenn ich recht verstand." |
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| 25 | Und sein Gefährte raunt' ihm zu: "Weßwegen |
Verschwieg des Flusses Namen er? vielleicht |
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Weil man die Dinge, die uns Graun erregen, |
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| 28 | Nicht gerne nennt?" "Wer weiß, warum er schweigt", |
Sprach Jener, "doch ist werth zu Grund zu gehen |
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Der Name wohl! Vom Quell an, der erzeugt |
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| 31 | Im Alpenland, wo wasserreich die Höhen, |
Von denen der Peloro sich getrennt, |
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So reich, daß nirgends mehr der Bäch' entstehen |
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| 34 | Von da bis wo auf's Meer die Sonne brennt, |
Die was der Fluß verlor auf seinem Gange, |
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Durch Wasserdampf ersetzt, wird so behend |
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| 37 | Die Tugend so gefloh'n, als wär's 'ne Schlange, |
Gefloh'n von All'n, sei's weil verflucht dies Thal, |
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Sei's weil das böse Beispiel wirkt schon lange; |
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| 40 | Ja so verwandelt ist das Volk zumal, |
Als hätte es von Circe's Kost gegessen. |
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Vorbei zieht erst die Spur, die dünn und schmal, |
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| 43 | Der Fluß an Schweinen, Eicheln werth zu fressen, |
Doch Speise nicht, von der der Mensch sich nährt, |
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An Kläffern dann, die Alles sich vermessen, |
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| 46 | Doch mehr als beißen, bell'n. Die Schnauze kehrt |
Verächtlich gleich er ab vom dem Gezüchte. |
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Und wie der Nebenflüsse Zahl sich mehrt, |
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| 49 | Und wie er schwillt, da sieht er jene Wichte |
In Wölfe sich verwandeln. Dann durchmißt |
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Er dunkle Schluchten, Wälder, tiefe, dichte, |
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| 52 | Bis abwärts eilend er nach kurzer Frist |
Zu Füchsen kommt, die schlau sind in dem Grade, |
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Daß sie zu scheu'n nicht brauchen Andrer List. |
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| 55 | Wer's auch vernimmt, ich rede doch; kein Schade |
Wird's ja für den hier sein, wenn er behält, |
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Was mir der Wahrheit Geist kund thut aus Gnade. |
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| 59 | Zum Jäger dieser Wölfe ist bestellt |
Dein Enkel", wandt er sich zu dem Genossen, |
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"Am Rand des bösen Stroms, wo er sie fällt |
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| 61 | Gleich altem Vieh, gleich lahmgeword'nen Rossen |
Verkauft ihr Fleisch lebendig er und raubt |
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Das Leben Vielen, sich und seinen Sprossen |
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| 64 | Die Ehre. Aus dem Wald, den er entlaubt |
So sehr hat, daß nicht tausend Jahr genügen |
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Um herzustellen ihn, wie heut belaubt, |
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| 67 | Tritt blutig er hervor nach solchen Siegen." |
Wie bei 'ner Schreckensnachricht oft man sieht |
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Sich deutlich malen in des Hörers Zügen |
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| 70 | Das Grau'n, das tief erschüttert sein Gemüth, |
So sieht man's bei Verkünd'gung dieser Fehde, |
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Im Antlitz dessen, der in Angst gerieth. |
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| 73 | Des Einen Anblick und des Andern Rede |
Ergriffen so die ganze Seele mir, |
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Daß ich, ablegend alle Scheu, die blöde, |
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| 76 | Nach ihren Namen frug voll Mißbegier, |
Mit Bitten untermischend meine Fragen. |
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Da sprach, der prophezeite: "Soll ich dir |
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| 79 | Den Wunsch erfüll'n, den du uns abgeschlagen? |
Und doch, weil Gottes Gnade dich so klar |
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Durchleuchtet hier, will nichts ich karg versagen. |
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| 82 | Ich heiße Guido Duca, und ich war |
So neidisch, daß beim Anblick froher Leute |
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Mein Antlitz plötzlich fahl ward ganz und gar. |
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| 85 | Von solchem Samen erndt' solch Stroh ich heute. |
Warum hängst Mensch dein Herz du an ein Gut, |
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Bei dem Gemeinschaft Anlaß giebt zum Streite, |
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| 88 | Dem jeder, der d'ran Theil nimmt Abbruch thut? |
Dies ist Renier, ist seines Hauses Ehre, |
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Doch haben wohl die Calboli sein Blut |
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| 91 | Geerbt, nicht seine Tugend; ach und wäre |
Nur dies Geschlecht, das zwischen Berg und Fluß, |
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Dem Po, dem Reno hauset und dem Meere, |
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| 94 | Verarmt an Wissen, roh nur im Genuß! |
Doch nein! das Feld strotzt so von gift'gen Trieben, |
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Daß, wer's beackern soll, verzweifeln muß. |
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| 97 | Wo ist Pier Traversaro ach geblieben, |
Guido Carpigna, Luzio treu und gut, |
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Heinrich Manardi, den wir Alle lieben? |
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| 100 | O Romagnolen, Ihr zur Bastardbrut |
Entartet! wann, Bologna, wird erscheinen |
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Ein Fabbro dir! ein Fosco, wann, voll Muth, |
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| 103 | Faenza dir! wann, der dem Korn, dem kleinen, |
Entsprang, ein edles Reis, mein Bernardin! |
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Toscaner staune nicht, siehst du mich weinen, |
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| 106 | Denn Guido Prata liegt und Ugolin |
Von Azzo, Traversario, mir im Sinne, |
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Tignoso, Anastagio, klug und kühn, |
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| 109 | Und Fraun'n und Ritter, die dort edle Minne |
Und seine Sitte übten, wo jetzt bloß |
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Die Bosheit herrscht und Gier nach dem Gewinne. |
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| 112 | Dir großen Häuser sanken kinderlos! |
Warum nicht, Brettinoro, fliehn? es rissen |
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Sich ja die Deinen all', und Andre los, |
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| 115 | Um zu belasten nicht ihr rein Gewissen. |
Bagnacaval macht's gut, da er nicht zeugt, |
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Und Castrocane, schlecht, doch müßt Ihr wissen, |
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| 118 | Das Conio Schlecht'res thut noch, wie mich däucht, |
Indem er solchen Grafen giebt das Leben. |
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Pagani's nur, wenn endlich ganz verscheucht |
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| 121 | Ihr Dämon würde, könnten sich erheben. |
Dein Name, Fantolin, bleibt unverletzt. |
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Denn Erben wird's in deinem Haus nicht geben, |
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| 124 | Und keiner kommt, der ihn heruntersetzt. |
Doch nun Toscaner geh' mit dem Gefährten, |
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Denn weinen möcht' ich und nicht reden jetzt." |
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| 127 | Da uns die edlen Schatten gehen hörten, |
Und keiner Einspruch that, schien's uns gewiß, |
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Daß eingeschlagen wir die richt'gen Fährten. |
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| 130 | Wir schritten einsam, ohne Hinderniß; |
Da schlug, wie'n Donnerkeil vom Himmel fallend, |
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'Ne Stimme an mein Ohr, die es zerriß. |
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| 133 | "Mich tödtet, wer mich trifft!" rief sie verhallend, |
Und schon drang eine zweite auf mich ein; |
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So folgt sich Schlag auf Schlag in Wolken schallend; |
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| 136 | "Ich bin Aglauro, rief's, und ward zu Stein!" |
Nicht weiter vor ging ich, als mir wie Blitze |
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Das Herz gespalten der Dämonen Schrein, |
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| 139 | Vielmehr zurück, damit Virgil mich schütze. |
Und als die Luft beruhigt, hob er an: |
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"Das ist der Zaum, der bändigt wilde Hitze, |
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| 142 | Und Menschen auf der Mitte hält der Bahn. |
Doch nach dem Köder, ausgehangen leise |
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Vom bösen Feinde, schnappt Ihr, und heran |
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| 145 | Zieht er am Hamen Euch, dank dieser Speise. |
Was nützt da Zaum und Zuruf? wahrlich nichts! |
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Der Himmel ruft Euch, und umtanzt im Kreise |
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| 148 | Mit tausend Sternen Euch, doch Angesichts |
All dieser Pracht blickt Ihr zur Erde, wehe! |
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| An Euch wird rächen dies Verschmäh'n des Lichts | |
| 151 | Der, der durchschaut das All' aus ew'ger Höhe." 21. 10. 2006 |