Purgatorium. 26. Gesang. |
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| Drei Dichter treten in diesem Kapitel auf: Guido Guinizelli aus Bologna, Arnold Daniel der Provenzale, welcher am Schluß in seiner Troubadoursprache redet, und Gerold von Bornueil aus der Nähe von Limoges gebürtig, und bekannt aus der schönen Ballade von Uhland, wo er Bertrand von Born genannt wird. Angeführt wird noch ein vierter, welcher großen, aber ephemeren Ruhm genoß und Dante's Mißfallen erregte, Guittone von Arezzo. Wenn von dem neuen Brauch die Rede ist, so bezieht sich das auf die italienische Sprache, die nach und nach die lateinische in der Literatur zu verdrängen anfing. Bezug wird genommen auf folgende Begebenheit. Hysipile von Lemnos, Tochter des Thoas und Gemahlin des Jason, von der schon einmal gesprochen wurde als derjenigen, welche einem dürstenden Heerhaufen die Quelle Langia wies, war von Räubern entführt worden und dann als Sklavin in das Haus Licurgs von Nemes gekommen. Sie hütete den Knaben desselben. Als sie ihre verschmachtenden Landsleute sah, legte sie das Kind im Grase nieder und eilte diesen voraus, um ihnen die Quelle zu zeigen. In der Zeit ward der Knabe von einer Schlange gebissen. Licurg wollte die Hysipile tödten; da die nach Theben ziehenden Helden Miene machten ihre Stammgenossin zu schützen und auf Licurg eindrangen, traten diesem zwei Gastfreunde zur Seite, welche eben bei ihm eingekehrt waren. Wunderbare Fügung! Diese beiden Jünglinge waren die Söhne Hysipilens, welche ihre verlorene Mutter suchten. Als sie im Getümmel plötzlich die Namen Thoas und Lemnos ausrufen hörten, stutzten sie, geboten Ruhe,erkannten die Mutter und fielen ihr weinend um den Hals. Wenn Dante sagt, er habe seine Glieder nicht auf der Erde zurückgelassen, weder reif noch unreif, so bedeutet das, er komme mit seinem irdischen Leib herauf und sei weder im unreifen, noch im reifen Alter, also in mittleren Lebensjahren. Die (285) Bemerkung, er steige auf den Berg, um nicht mehr blind zu sein, heißt, um Kenntniß von göttlichen Dingen zu erhalten. |
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| 1 | Indeß am Saum wir einzeln weiter zogen, |
| Und oft "hab Acht" der Meister rief, beschien | |
| Die Sonne mir den rechten Ellenbogen; | |
| 4 | Schon hatte sich am Himmelsbaldachin |
| Das Blau in Weiß verwandelt, doch das Feuer | |
| Sah andrerseits ich da viel röther glühn, | |
| 7 | Wohin mein Schatten fiel auf das Gemäuer. |
| Dies Farbenspiel entging den Geistern nicht, | |
| Denn flüstern hört ich's unterm Flammenschleier; | |
| 10 | "Kein Schattenleib, der durchläßt jedes Licht, |
| Ist dieser Leib; o seht! wer kann es fassen!" | |
| Dann drängt heran zu mir der Schwarm sich dicht, | |
| 13 | Doch stets bedacht das Feu'r nicht zu verlassen. |
| "Du, der zuletzt geht, doch wohl nicht zuletzt | |
| "Aus Trägheit, nein der Jene vorgelassen | |
| 16 | "Aus Ehrfurcht," sprach ein Geist, "gieb Antwort jetzt! |
| "Nicht mir nur, nein auch all' den andern Sündern, | |
| "Ach, deren Mund kein Tröpflein Wasser netzt, | |
| 19 | Wird deine Antwort wohl die Qualen lindern. |
| "Ersehnt wird ja von uns sie hier im Brand, | |
| "Wie Wasser, von Aethiopiern oder Indern. | |
| 22 | "Sag uns; warum du selbst dich machst zur Wand, |
"Um abzusperr'n die Sonne dort, die helle, |
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"Als wärst dem Tod du nicht in's Garn gerannt?" |
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| 25 | Erwidert würd' ich haben auf der Stelle, |
Hätt' etwas Neues nicht zerstreut mich ganz, |
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Denn sieh, es kam heran mit Windesschnelle |
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| 28 | Ein Zug, geröthet durch den Feuerglanz, |
Entgegen dem, der just mich aufgehalten. |
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Als sie zusammenstießen wie im Tanz, |
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| 31 | Umarmten sich die einzelnen Gestalten, |
Und grüßten sich mit einem einzigen Kuß, |
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Indeß die Flammen lodernd sie umwallten. |
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| 34 | Begnügt war'n sie mit flüchtigem Genuß. |
So stößt, wenn Ameislein in schwarzen Reihen |
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Sich treffen, eins auf's andre, sei's zum Gruß, |
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| 37 | Sei's um die Wege zu erspähn, die neuen. 286 |
Jetzt, als sie losgelassen sich im Nu, |
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Fing Jeder an aus vollem Hals zu schreien. |
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| 40 | Die erste Schaar rief jetzt der zweiten zu: |
"Gomorha, Sodoma, weh, weh Euch Städten!" |
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Die andre schrie: "Pasife ward zur Kuh!" |
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| 43 | Wie sich in Wolken kreuzen Vogelketten, |
Weil südlich dieser Schwarm zieht ohne Rast, |
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Zum Wüstensand, um sich vor Frost zu retten, |
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| 46 | Zum Ural jener, der die Hitze haßt, |
So kreuzten sich die Schaaren auch, die langen, |
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Und jede schrie den Spruch, der für sie paßt. |
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| 49 | Jetzt traten, die vorher mit mir gegangen, |
Heran auf's Neu, ein stummes Flehn im Blick, |
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Und ich, der zweimal sah ihr heiß Verlangen, |
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| 52 | Hob an: "Ihr Geister, denen Himmelsglück |
Schon sicher ist, o seht, nicht ließ die Glieder |
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Ich reif, noch unreif dort im Grab zurück. |
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| 55 | Um nicht mehr blind zu sein, steig ich, Ihr Brüder, |
Hinauf, obgleich beschwert noch durch den Leib; |
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Und wenn es Gott gefällt, kehr' einst ich wieder, |
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| 58 | Denn dauernd ist noch nicht hier mein Verbleib. |
Daß ich in Fleisch und Blut herauf durft' kommen, |
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Die Huld hat mir erwirkt ein himmlisch' Weib. |
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| 61 | Bei Eurem höchsten Wunsh, bald aufgenommen |
Zu werden in dem weit'sten Himmelsrund, |
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Wo Liebesfülle überall entglommen, |
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| 64 | Fleh ich Euch an, thut, wer Ihr seid, mir kund, |
Und wer die sind, die solche Eile hatten? |
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Von Euch und Eurem Schicksal würd' mit Mund |
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| 67 | Und Feder gern ich einst Bericht erstatten." |
Wie'n Bergbewohner steht und starrt verblüfft, |
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Wenn er zur Stadt kommt, sah'n mich an die Schatten. |
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| 70 | Doch Hochgesinnte, was sie auch betrifft, |
Sind rasch gefaßt; gleich sprach der erste wieder: |
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"Wohl dir, wenn du Erfahrung eingeschifft |
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| 73 | An unserm Strand, damit im Tod die Lider |
Du ruh'ger schließ'st, als der, der spät bereut. |
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Auf die, die floh'n als hätten sie Gefieder, |
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| 76 | Paßt jenes Wort, das Cäsar einst gescheut, 287 |
Da beim Triumpf ihn Spötter "Kön'gin" nannten. |
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Du hörst wie Sodoma dort Jeder schreit, |
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| 79 | Damit, was rein noch nicht die Flammen brannten, |
Durch Schaam ausbrennen noch der Schuld'ge mag; |
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So wie auch wir den eignen Schimpf bekannten, |
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| 82 | Da wir erwähnten jenes Weibes Schmach, |
Das ward zum Thier in einem Holzgerüste. |
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Jetzt weißt du ach, was jeder Schwarm verbrach! |
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| 85 | Mir fehlt's an Zeit, die, die durch wild Gelüste |
Sich wider menschliches Gesetz empört, |
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Zu nennen, wenn ich auch die Namen wüßte. |
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| 88 | Was mich betrifft, sei gern Dein Wunsch gewährt. |
Man hieß mich Guido Guinizelli drüben. |
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Weil früher ich mich, als im Tod, bekehrt, |
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| 91 | So braucht' ich nicht die Buße aufzuschieben." |
Zu Muth war's mir, wie's nach Licurgs Verlust |
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Den Söhnen Hysipilens bei den lieben, |
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| 94 | Bekannten Namen ward, doch an die Brust, |
Wie sie der Mutter flog ich nicht dem Armen, |
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Als plötzlich ich so nah ihn mir gewußt. |
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| 97 | Mich faßt' um den ein scherzliches Erbarmen, |
Der mir und Dichtern von weit höh'rem Rang |
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Wie ich, so viel als schrieben Liebescarmen, |
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| 100 | Ein Vater war, ein Vorbild im Gesang. |
Ich ging, betrachtend ihn, in dumpfem Brüten, |
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Nicht hörend und nicht redend, an dem Hang, |
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| 103 | Doch stets bedacht vorm Feuer mich zu hüten. |
Als satt dann meine Augen war'n vom Schau'n, |
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Wagt' ich ihm meine Dienste anzubieten |
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| 106 | In einer Art, die weckte sein Vertrau'n. |
"So tiefe Spur," hob an der in den Gluthen, |
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"Läßt mir dein Wort zurück, daß weg zu thaun |
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| 109 | Sie Lethe nicht vermag mit seinen Fluthen. |
Doch meinst Du's ehrlich, sag warum Du jetzt |
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Mir Lieb' erzeigst, mit Blick und Wort dem guten?" |
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| 112 | Und ich: "weil mich dein Sang so oft ergötzt! |
So lang der neue Brauch von allen Zungen |
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Geübt wird werden, bleiben hochgeschätzt |
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| 115 | Die Zeichen auch, die deinem Kiel entsprungen." 288 |
"In unsrer Muttersprache," hob er an, |
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"Ein bessrer Schmied, der größ'ren Ruhm errungen, |
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| 118 | "Ist der, der vor mir geht auf heißer Bahn. |
"Er übertraf uns Alle in Gedichten, |
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"Und wenn er Prosa schrieb auch im Roman. |
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| 121 | "Wer aus Limoges den vorzieht, folgt Gerüchten, |
"Denn feststellt oft die Meinung schon ein Thor, |
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"Eh Kunst noch und Vernunft den Wettschreit schlichten. |
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| 124 | "So war's einst mit Guitton'! man jauchzt im Chor, |
"Wie Wahrheit endlich kam, und an Poeten, |
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"An bessre, er den Siegeskranz verlor. |
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| 127 | "Wenn jenes Kloster droben zu betreten, |
"Wo Christus Abt ist, du ein Vorrecht hast, |
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"So woll' vor ihm ein Vaterunser beten |
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| 130 | "Für mich, so weit hier das Gebet noch paßt, |
"Denn sünd'gen können nicht wir, wie im Leben." |
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Jetzt schwieg der Geist und stürzt' in's Feuer mit Hast, |
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| 133 | Vielleicht um dem der folgte, Raum zu geben; |
Fort war wie'n Fisch er, der zur Tiefe fährt. |
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Da naht ich dem, den er gezeigt mir eben, |
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| 136 | Und sprach: "Mir ahnt, dein Name sei mir werth; |
D'rum ist der schönste Platz ihn zu empfangen |
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Bereit in mir; dort wird er hoch geehrt!" |
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| 139 | Und er: "Nicht weis' zurück ich dein Verlangen, |
Da mir dein Herz so große Liebe bot! |
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Sieh Arnold bin ich, der bethränt die Wangen |
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| 142 | Hier singend wallt. Ich denk in Angst und Noth, |
Begangner Schuld, doch jauchz' ich auch entgegen |
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Trotz allem Schmerz dem ew'gen Morgenroth. |
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| 145 | Bei jener Gnade, die auf steilen Wegen |
Hinauf dich führt zu Edens Blumenflur, |
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Bitt' ich, erlang auch mir ein Tröpflein Segen!" |
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| 148 | Im Läut'rungsfeu'r verschwand der Troubadur. 01.12.2006 |