INDEX oder EINGANGSSEITE

 

 

A GIOVANNI DA PISTOIA,
QUANDO L'AUTORE DIPIGNEVA LA VOLTA DELLA SISTINA.
1509.
 
 

I' ho già fatto un gozzo in questo stento,

Come fa l' acqua a' gatti in Lombardia

O ver d' altro paese che si sia,

Ch' a forza 'l ventre appica sotto 'l mento.

 
 

La barba a cielo, e la memoria sento

In sullo scrignio, e 'l petto fo d' arpia;

E 'l pennel sopra 'l viso tuttavia

Mel fa, gocciando, un ricco pavimento.

 
 

 

E lombi entrati mi son nella peccia,

E fo del cul per contrapeso groppa,

E' passi senza gli occhi muovo invano.

 

 
 

Dinanzi mi s' allunga la corteccia,

E per piegarsi adietro si ragroppa,

E tendomi com' arco sorïano.

 
 

 

                 Però fallace e strano

Surgie il iudizio che la mente porta;

Chè mal si tra' per cerbottana torta.

 

 

 

                  La mia pittura morta

Difendi orma', Giovanni, e 'l mio onore

Non sendo in loco bon, nè io pittore.

 

AN GIOVANNI VON PISTOIA.
ALS DER AUTOR DIE DECKE DER SISTINA MALTE.
1509.
 
 

In diesem Elend wuchs mir schon ein Kropf

So wie den Katzen im Lombardenreich

Vom Wasser, oder wo auch sonst noch gleich,

So dass der Bauch zu haften scheint am Kopf.

 
 

 

Der Bart steht himmelan, es wächst der Schopf

Am Buckel fest, die Brust Harpyen gleich,

Mein Pinsel, abwärts träufelnd, farbenreich,

Bemalt mit Mosaik mich armen Tropf.

 
 

 

Die Niere presst sich in die Brust; das Kreuz

Drück' ich heraus, im Gleichgewicht zu steh'n,

Der Fuss, den nicht das Auge lenkt, geht quer.

 
 

 

Vorn längt sich mir die Haut, und andrerseits

Kürzt sie im Rücken sich vom Einwärtsdrehn,

Gekrümm wie'n Syrer-Bogen athm' ich schwer.

 
 

 

       Nun wird auch mehr und mehr

Mein Urtheil schief, im schiefen Haupt erzeugt;

Aus krummen Rohr schiesst fehl man allzuleicht.

 

 

       Drum, Freund, steh' du mir bei,

Und sag der Welt, dass ich kein Maler sei,

Und nicht am rechten Platz; das sage frei!

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